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Chronik des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland e. V.

Die Vereinschronik dokumentiert die Geschichte und Aktivitäten unseres Vereins. Sie ist chronologisch aufgebaut und beginnt mit der Gründung des Vereins am 17.12.2001 in Magdeburg.

Datum Ereignis
17.12.2001 Bericht der Magdeburger „Volksstimme“ vom 19.12.2001: 

Gründungsversammlung des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland e.V. Im Haus des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt, Magdeburg, Steubenallee 2.

Bis in die 40-er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es in Magdeburg einen Geschichtsverein, der für die Stadt die Historie aufarbeitete und sammelte. Dann ruhte die globale Geschichtserfassung in der Stadt bis zum Beginn dieser Woche. Am Montag trafen sich die Mitglieder des Geschichtsvereins für Magdeburg und das Umland zur Gründung im Haus des Landesheimatbundes. Ein Verein wird sich in Zukunft um die Erforschung und Publizierung der Geschichte der Stadt Magdeburg und der Umgebung kümmern. So jedenfalls das Ziel des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland. Am Montagabend dankte der Gründungsvorstand ab und machte damit den Weg für den Vereinsvorsitzenden Dr. Reinhard Bergner und seinen Vorstandsmitgliedern den Weg frei. Wichtigstes Vorhaben des Vereins ist es, eine neue Reihe ins Leben zu rufen: Die Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg. In Zusammenarbeit mit Hochschulen, Archiven, Bibliotheken und anderen Institutionen und Vereinen soll dieses neue Medium entstehen. Mit dem Zusatz "...und Umland" soll nicht starr an den Grenzen der Stadt halt gemacht werden. "Wir würden uns in unserer Arbeit auch selbst einengen", so das am Montag gewählte Vorstandsmitglied Dr. Uwe Förster. Es habe zahlreiche Ereignisse in Magdeburg gegeben, die nicht nur die Stadt, sondern vor allem die umhegenden Gemeinden stark betroffen hätten. Daher wäre eine Erforschung der Geschichte, nur auf die Stadt beschränkt, sicherlich nicht vollständig. Die nächste Sitzung des Vereins soll am 4. Februar, voraussichtlich im kleinen Hörsaal der Otto-von-Guericke-Universität und mit einem Vortag zum einstigen Geschichtsverein Magdeburg stattfinden. Dann wird sicherlich auch feststehen, welcher Mitgliedsbeitrag erhoben werden soll. "Derzeit denken wir über einen Jahresbeitrag von 30 Euro nach", erklärte Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang Mayrhofer. "Wir müssen die Beiträge etwa so ansetzen, weil wir ja vorhaben, eine Publikation herauszugeben. Um mit sowenig Fördergeldern wie möglich auszukommen, sind wir zu diesem vorläufigen Ergebnis gekommen. Auch Gespräche mit Verlagen habe es noch nicht gegeben, so Mayrhofer. Über den endgültigen Mitgliedsbeitrag wird der Vorstand im Januar noch einmal beraten. Bis zur nächsten Zusammenkunft der Mitglieder im Februar sollen auch die konkreten Zielsetzungen, die jetzt noch eher nebulös erscheinen, festgeschrieben werden. "Versuchen Sie, das Knäuel aus Ideen auf einen Nenner und ein kleines Quantum zu bringen", so der frisch gewählte Vereinschef, Dr. Reinhard Bergner zu den anwesenden 15 Mitgliedern. Außerdem rief er dazu auf, Interessenten zu suchen, die sich ebenfalls für die Geschichte der Stadt und des Umlandes begeistern können und ihre Mitarbeit anbieten wollen. "Was wir brauchen, sind vor allem Spezialisten und Fachleute, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen können. Der Unterstützung der Magdeburger Universität kann sich der Verein sicherlich schon jetzt sicher sein. Immerhin war der Vereinsvorsitzende jahrelang dort mit der Vergangenheitsforschung, vor allem der Wilhelminischen Zeit betraut. Mit ins Boot holten sich der Vorstand und die Mitglieder auch den Kopf der Uni-Arbeitsgruppe für das Magdeburger Biographische Lexikon am Institut für Germanistik, Guido Heinrich. Auch mit Dr. Uwe Förster, als Chef des Kunstmuseums der Stadt, haben die Vereinsmitglieder in jedem Fall nicht nur Zugpferde, sondern auch beste "Zuchtpferde" im Stall. Text: Hendrik Reppin Den Vorstand bildeten:
  • Dr. Reinhard Bergner (Vorsitzender)
  • Dr. Uwe Förster (Stellvertreter)
  • Dr. Wolfgang Mayrhofer (Stellvertreter)
  • Dr. Thomas Lux (Schriftführer)
  • MA Guido Heinrich (Schatzmeister)
 
18.12.2001 Mitteilung in der Magdeburger „Volksstimme“: Der "Geschichtsverein für Magdeburg und Umgebung" ist gestern Abend in der EIbestadt gegründet worden. Der Verein will die Geschichte der Stadt und des Umlandes erforschen und publizieren. Als Medium sollen die Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg. Neue Reihe" dienen. Der Verein möchte intensiv mit Hochschulen, Archiven, Bibliotheken und anderen Institutionen und Vereinen bei geschichtswissenschaftlichen Vorhaben zusammenarbeiten. Der Geschichtsverein ist für Interessierte erreichbar unter der Adresse PSF 1525, 39005 Magdeburg
02.02.2002 Mitteilung in der Magdeburger „Volksstimme“: Neuer Geschichtsverein. Erstes Treffen am MontagZu einem ersten großen Treffen lädt jetzt der neue Geschichtsverein Magdeburg und Umgebung ein. Die Veranstaltung findet am kommenden Montag, 4. Februar,ab 18 Uhr im Lehrgebäude 55, Raum 229 in der Brandenburger Straße statt. Alle Mitglieder und an der Arbeit des Vereins interessierten Geschichtsfreunde sind zudem Treffen herzlich eingeladen, so die Organisatoren. Im vergangenen Dezember hatte sich der Geschichtsverein Magdeburg und Umland gegründet und will jetzt die Arbeit aufnehmen.  
04.02.2002

1. Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins

Zeit:                                      4. Februar 2002,

Ort:                                       Magdeburg, Stresemannstr. 23, Lehrgebäude der O-v-G-Universität Tagesordnung:
  1. Begrüßung
  2. „Zur Geschichte des alten Magdeburger Geschichtsvereins“
Herr Dr. Lux, Landeshauptarchiv
  1. Die Ziele und Arbeitsfelder des Vereins.
Herr Dr. Bergner
  1. Überlegungen zur Publikationstätigkeit
Herr Dr. Mayrhofer
  1. Offene Diskussion der vorgestellten Ziele und Aufgaben sowie Anregungen für mögliche Arbeitskreise etc.
Herr Dr. Förster  
06.05.2002 2. Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins Zeit:                                      6. Mai 2002, 18.00–19.45 Uhr Ort:                                       Magdeburg, Steubenallee 2, Tagungsraum Landesheimatbund  Tagesordnung:
  • Begrüßung
  • Information über die Arbeit des Vorstandes
  • Organisatorische Fragen
  • Vorstellung einzelner Arbeitskreise
  • Vorschläge für einen Veranstaltungskalender des Vereins
  Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Dr. Bergner, kommen in Übereinstimmung mit der in der Einladung vom 16.4.2002 übermittelten Tagesordnung folgende Tagesordnungspunkte zur Sprache:   Tätigkeitsbericht des Vorstands und organisatorische Fragen (Dr. Bergner)   - Die Eintragung in das Vereinsregister wurde am 18.3.2002 beantragt. Da sie noch nicht erfolgt ist, konnte auch noch kein kostenfrei zu führendes Vereinskonto eingerichtet werden, dessen Eröffnung bei der Sparkasse Magdeburg aber bereits vorbereitet ist. - Mit dem Verein steht bereits ein Kreis von ca. 75 Personen in Kontakt. Darunter sind aktuell 33 Mitglieder. - Eine Internetpräsentation des Vereins ist in Vorbereitung. - Folgende Arbeitskreise, über die im weiteren Verlauf noch im Detail berichtet werden soll, sind dabei, sich zu konstituieren: AK Kirchengeschichte (Herr Dr. Seehase); AK Schul- und Bildungsgeschichte (Herr Dr. Mayrhofer); AK Magdeburger Mundart (Frau Dr. Luther). Nachzudenken wäre auch über die Einrichtung eines epochenorientierten AK, etwa zur Geschichte Magdeburgs in der Weimarer Republik und der NS-Zeit. - Ein geeignetes Vereinslokal ist noch nicht gefunden. Um zweckdienliche Vorschläge wird gebeten. Die Suche nach einer festen Geschäftsadresse des Vereins soll sinnvollerweise erst dann aufgenommen werden, wenn der Eintrag ins Vereinsregister erfolgt ist. Vorstellung einzelner Arbeitskreise - AK Kirchengeschichte: Herr Dr. Seehase erläutert kurz die bisherige Tätigkeit des Vereins für Kirchengeschichte (in) der Kirchenprovinz Sachsen, der an das Konsistorium der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen angebunden ist. Dessen Existenz stehe aber – auch wegen derzeit nur geringer Vereinsaktivitäten – die Etablierung eines AK Kirchengeschichte im Geschichtsverein für Magdeburg und Umland [e.V.] nicht entgegen. An geeigneten Themen für eine Tätigkeit des AK bestehe im übrigen kein Mangel. - AK Industrie- und Technikgeschichte: Die Einrichtung eines solchen AK wird von mehreren Mitgliedern angeregt; dabei werden auch mehrere mögliche Themen und Handlungsfelder benannt, so etwa die Geschichte der Junkers-Werke und die Sicherung von Firmenunterlagen, Nachlässen und Sammlungen zu diesem Themenbereich. - AK Schul- und Bildungsgeschichte: Herr Dr. Förster berichtet im Auftrag von Herrn Dr. Mayrhofer über mögliche Themen, so insbesondere die Magdeburger Schultopographie und Magdeburger Pädagogen, darunter insbesondere Delbrück und Rötger; er verweist dabei auf das Archiv der Familie Delbrück, das derzeit im Kunstmuseum Kloster Unserer Lieben Frau erschlossen werde und Gegenstand einer Ausstellung sein werde, die ab Pfingsten für ca. einen Monat im Museum gezeigt werde. Veranstaltungskalender - Am 3.6.2002, 17 Uhr, wird im Lehrgebäude 40 der OvG-Universität ein Vortrag zu dem Pädagogen Zschokke angeboten, zu dem noch eine separate Einladung an die Mitglieder ergehen wird. - Herr Dr. Förster kündigt für Mitte Juni eine Führung durch die Delbrück-Ausstellung im Kunstmuseum Kloster Unserer Lieben Frau an. - Für Interessierte werden für einen etwas späteren Zeitpunkt auch Führungen durch das Stadtarchiv und das Landeshauptarchiv in Magdeburg avisiert. - Angestrebt werden auch Domführungen und Veranstaltungen zu spezifischen Themen der Restaurierung von diversen Quellenmaterialien. - Herr Dr. Bergner teilt mit, daß im Vorstand überlegt worden sei, einen Tag der Stadtgeschichte Magdeburgs zu veranstalten; man habe dieses Vorhaben aber zurückgestellt, da es größere als die bislang vorhandenen personellen und organisatorischen Ressourcen beanspruchen würde. Herr N.N. bietet als Alternative an, das für den 23.10.2002 geplante wissenschaftliche Kolloquium der Otto-von-Guericke-Gesellschaft in Verbindung mit bzw. unter Einräumung einer Plattform für den Verein durchzuführen. - Im übrigen weist Herr Dr. Förster auf das auch in historischer Hinsicht vielfältige Angebot der kommenden Magdeburger Museumsnacht am 11.5.2002 hin. Diverses - Es wird angeregt, im Kontakt mit Herrn Alex Kühling, dem Herausgeber des Magdeburger Kuriers, Möglichkeiten einer Drucklegung von Vereinspublikationen zu eruieren. - Herr Dr. Ralf Lusiardi, Archivar, Ambrosiusplatz 2, 39112 Magdeburg, wird einstimmig zum Schriftführer des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland gewählt, nachdem Herr Dr. Lux infolge seines beruflichen Wechsels an das Staatsarchiv Darmstadt von diesem Amt zurückgetreten ist. Der Gewählte nimmt die Wahl an. - Für natürliche Personen ist ein jährlicher Mitgliedsbeitrag von 30 Euro vorgesehen, beim Vorliegen einer sozialen Bedürftigkeit ein ermäßigter Beitrag von 15 Euro und für juristische Personen ein Beitrag von 60 Euro. - Der Entwurf eines Vereinslogos wird vorgestellt, in dessen Mitte eine Schreiber-Mönch-Bronzestatue aus dem 12. Jh. abgebildet ist. Die Diskussion darüber soll bei der nächsten Mitgliederversammlung wiederaufgegriffen werden. - Es wird angeregt, Mitgliederversammlungen zukünftig mit einem Abendvortrag zu verknüpfen. Dies ist vom Vorstand für zukünftige Treffen ebenfalls geplant, wobei sich einer Vortragsveranstaltung für alle Interessierte jeweils die geschlossene Mitgliederversammlung anschließen soll. gez. Dr. Ralf Lusiardi
03.06.2002 Magdeburger Geschichtsvorträge: „Johann Heinrich Daniel Zschokke (1771-1848)“  Im Lehrgebäude 40 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg fand ein Vortrag zu dem Pädagogen Zschokke statt, zu dem die Mitglieder des Geschichtsvereins eingeladen waren. Referent war Dr. Mayrhofer. 
15.06.2002 Besuch der Delbrück-Ausstellung im Kunstmuseum Unser Lieben Frauen Nach dem Treffen im Eingangsbereich des Klosters Unser Lieben Frauen führte Herr Dr. Förster die Mitglieder des Geschichtsvereins durch die Ausstellung.
14.10.2002 Besuch des Magdeburger Stadtarchivs Nach der Begrüßung durch den Vertreter des Geschichtsvereins gab die Leiterin des Stadtarchivs Frau Dr. Maren Ballerstedt eine Einführung in die Aufgaben des Stadtarchiv und eine Übersicht zu den Beständen. Interessant für den Historiker sind die Urkunden, die Akten der Stadtverwaltung, die Bauakten sowie diverse Nachlässe. Weiterhin werden Fotos, Karten und Pläne der Stadt verwahrt.
18.11.2002 Vortag „Einführung in die Steinrestaurierung“ Auf dem Gelände der Fa. Schuster in der neuen Neustadt wurden Einblicke in die Restaurierung von historischem  Steinmaterial durch Herrn Frank Schuster gegeben.Neben dem Kennenlernen des alten Handwerks stand auch ein Rundgang durch das Depot auf dem Programm. Hier lagern zahlreiche Architekturfragmente aus der Magdeburger Vergangenheit.
02.12.2002 Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins In den Räumen der alten Feuerwache Sudenburg am Ambrosiusplatz fand die Jahreshauptversammlung 2002 des Geschichtsvereins statt. Protokoll der Mitgliederversammlung am 2.12.2002 Zeit: 2.12.2002, 18.00–19.45 Uhr. Ort: Feuerwache, Halberstädter Str. 140, Magdeburg. Anwesend: Dr. Reinhard Bergner, Dr. Uwe Förster, Guido Heinrich, Dr. Ralf Lusiardi, Dr. Wolfgang Mayrhofer; weiter s. Anwesenheitsliste   Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Dr. Bergner, kommen in Übereinstimmung mit der vor Ort verteilten Tagesordnung folgende Tagesordnungspunkte zur Sprache: Organisatorisches 1. Dr. Bergner berichtet über die Tätigkeit des Vorstands im abgelaufenen Jahr und stellt die Tagesordnung der Mitgliederversammlung vor. 2. Herr Heinrich berichtet über die erreichte Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins. Zu klären ist noch, ob die Mitgliedsbeiträge entgegen dem vorliegenden Finanzamtsbescheid doch noch als steuerbegünstigt anerkannt werden; nach Möglichkeit soll dafür die Vereinssatzung nicht geändert werden. Mit der Erhebung der Beiträge wird im Januar 2003 begonnen. Der Jahresbeitrag beträgt 30 Euro, beim Vorliegen einer sozialen Bedürftigkeit 15 Euro. 3. Dr. Lusiardi weist auf die Feuerwache als neuen Versammlungsort des Vereins hin, erläutert die vereinsinternen Kommunikationswege und insbesondere die zu erwartenden Möglichkeiten nach Einrichtung der Vereinswebsite. Vorstellung einzelner Arbeitskreise 1. Dr. Mayrhofer stellt den AK Schul- und Bildungsgeschichte und die Ergebnisse des ersten Treffens am 21.10.02 vor. Insbesondere erläutert er geplante Arbeitsfelder, wie die Dokumentation ehemaliger Schulgebäude und der Quellen zur Schulgeschichte, die Aufarbeitung spezieller Schulbereiche, so des jüdisch und des katholisch gebundenen Schulwesens, weiterhin die vor- und außerschulische Bildung, die Berufsschul- und sonstige Berufsausbildung und die Unterstützung des aus baulichen Gründen geschlossenen Schulmuseums. Der nächste Termin des AK steht noch nicht fest. 2. Dr. Seehase stellt den AK Kirchengeschichte vor. Er soll sich ggf. im Januar erstmals zusammenfinden. Mögliche Themen sind u. a. die Kirchentopographie und Patroziniengeschichte, die Geschichte einzelner Kirchgemeinden und die Kirchengeschichte in Besatzungszeiten (1806-1814, 1945). 3. Dr. Bergner weist auf den an der Universität Magdeburg von Frau Dr. Föllner geleiteten AK Sprachgeschichte hin, erwähnt die mögliche Einrichtung eines AK Sportgeschichte, zu dessen Leitung sich Dr. Thomas bereit erklärt hat, und erklärt, dass für den auf großes Interesse stoßenden geplanten AK Technikgeschichte immer noch ein Leiter gesucht wird. In der folgenden Aussprache schlägt Dr. Ehnert vor, dass der GVMU bis zur Einrichtung eines AK Technikgeschichte einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter den Vorsitzenden der diversen Vereine im Bereich der Industrie- und Technikgeschichte initiiert. Dabei könnte dessen Leitung und weitere Organisation zwischen den Vorsitzenden wechseln. Er vereinbart mit Dr. Bergner, dessen Einrichtung und erstmalige Veranstaltung im Technikmuseum zu organisieren und die Leitung dieses Treffens zu übernehmen. Herr Bruse regt an, auch den ,Hafenverein‘ an diesem Gesprächskreis zu beteiligen. Weiterhin wird eine Einbeziehung der GISE angeregt, die bereits den Einsatz zweier ABM-Kräfte beim Junkersverein ermöglicht hat. Als weiteres Betätigungsfeld wird die Sicherung des vor einer Sanierung stehenden Geländes der Bahnwerkstätten in Westerhüsen vorgeschlagen. Dr. Ehnert weist darauf hin, dass der Junkersverein die Durchführung von Video-Interviews mit Zeitzeugen der Junkersgeschichte plant. Sie sollen von Herrn Mario Grünewald betreut werden. Herr Rasenberger regt erneut an, bei Herrn Alex Kühling, dem Herausgeber des Magdeburger Kuriers, Möglichkeiten einer Drucklegung von Vereinspublikationen zu eruieren. Dr. Bergner sagt ein entsprechende Kontaktaufnahme zu. Projekte 1. Herr Tempelhof stellt das Projekt „Zeitzeugen-Portal“ vor. Es geht von drei Grundgedanken aus: der drängenden Aufarbeitung der oral history des 20. Jh., der Sicherung und Auswertung von Bildquellen in Privathänden und der Verfügbarkeit von Breitband-Technik im Raum Magdeburg, für die geeignete Einsatzfelder gesucht werden. Zahlreiche Themen bieten sich für Zeitzeugen-Interviews an; als Schwerpunkte dürften die NS-Zeit, aber auch die DDR-Zeit gelten. Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) ist zu einer 50%-Förderung bereit. Weitere Förderer müssen noch gesucht werden; in Frage kommen u. a. das Kultusministerium des LSA und die Landeszentrale für politische Bildung, bei denen jedoch die Aufarbeitung des Materials für Unterrichtszwecke Voraussetzung einer Förderung wäre. Unabdingbar ist die inhaltliche Leitung und Betreuung durch den GVMU. Daraufhin wurde durch einstimmigen Mitgliederbeschluss der Vorstand ermächtigt, das Projekt weiter vorzubereiten und ggf. zu beginnen. 2. Herr Heinrich weist auf Möglichkeiten zum Druck von Vereinspublikationen hin, die sich beim mdv Mitteldeutschen Verlag in Halle eröffnen könnten. Der mdv zeigt sich u. a. an der Verlegung der geplanten Magdeburger Geschichtsblätter interessiert und ist hier offenbar zu sehr günstigen Konditionen bereit. Bis zur Aufnahme gedruckter Veröffentlichungen kann die Online-Publikation von Beiträgen auf der demnächst startenden Website des GVMU ins Auge gefasst werden. Dort sollen evtl. auch laufende Aktualisierungen des „Magdeburger Biographischen Lexikons“ publiziert werden. Aktuelle Vereinstermine - Am 9.12.2002, 17 Uhr wird im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt, Hegelstr. 25, von Dr. Lusiardi eine Führung angeboten. - Der angekündigte Vortragstermin von Herrn Abrahams-Sprod wurde vom 15. auf den 17. Januar verlegt. Gez. Lusiardi
09.12.2002 Besuch des Landeshauptarchivs Nach der Begrüßung der Mitglieder des Geschichtsvereins durch die Leiterin des Landeshauptarchivs Frau Dr. Höroldt gab Dr. Lusiardi im Lesesaal eine Einführung zur Geschichte des Archivs, zu seinen Aufgaben und Beständen.Anschließend gab es einen Rundgang durch die Magazine.
17.01.2003 Magdeburger Geschichtsvorträge: „Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Magdeburg 1933-1945“ Im Hörsaal der O.-v.-Guericke-Univ., Stresemannstr. 23 sprach Herr Michael Abrahams-Sprod, Moderation Herr Guido Heinrich vom Geschichtsverein.In seinem Vortrag berichtete der australischer Holocaustforscher über die Situation der Juden in Magdeburg während der Zeit von 1933 bis 1945. Grundlage seiner Arbeit war die Auswertung der Befragung von 15 Magdeburger Juden über Ihre Erlebnisse. Die Magdeburger Volksstimme vom 20. Januar 2003 schrieb über den Vortrag: „Aus der Perspektive der jüdischen Gemeinde wird das Alltagsleben in den Jahren der Verfolgung im Blickpunkt stehen. Die Erinnerungsberichte zeigen etwa, wie jüdische Jugendliche ihre Schulzeit erlebten. Die Mägdeburger erzählten über ihre Erlebnisse während ihrer Emigration und beim Neuanfang in der Fremde. Am Ende des wird erstmals in Magdeburg ein Filmausschnitt zu sehen sein, der die Deportation Magdeburger Juden in das Warschauer Getto zeigt.“
19.03.2003 Gründung Arbeitskreis Technikgeschichte Die „Volksstimme“ schrieb dazu am 19. März 2003.„Ein Arbeitskreis "Technikgeschichte" gründet sich beute um 18 Uhr im  Technikmuseum. Interessierte Einzelpersonen, aber auch Vereine sind eingeladen, in diesem Arbeitskreis mitzuwirken. Den Anstoß zur Gründung gab der  Geschichtsverein für Magdeburg und Umgebung.Jana Wiehe sprach mit dessen Vorsitzenden Dr. Reinhard Bergner.Volksstimme: Der Fortbestand des Technikmuseums an der Dodendorfer Straße steht im Rahmen der Spardebatte gerade auf der Kippe. Jetzt gründen Sie dort den Arbeitskreis. Mit welchem Ziel? Dr. Reinhard Bergner: Wir wollen Bewegung in das Museum bringen. Neues, spannendes Leben, und wir glauben auch, dass das funktioniert. Das Technikmuseum ist der ideale Standort für Ausstellungen, Foren, Vorträge oder Forschungsprojekte rund um die Technikgeschichte. Volksstimme: Dies will der neue Arbeitskreis befördern? Dr. Reinhard Bergner: Genau das ist sein Ziel. In Magdeburg wurde Technikgeschichte geschrieben. Dampfmaschinen von Buckau-Wolf, Hartguss aus den Krupp-Grusen-Werken, Strahltriebwerke aus dem Junkers-Werk ... Es gibt heute in der Stadt sehr viele Menschen und Vereine, die sich damit beschäftigen, die Traditionen pflegen. Teilweise sind sie schon in unserem Verein tätig. Der Arbeitskreis soll eine erweiterte Plattform schaffen, auch Kontakte mit bestehenden Betrieben aufbauen. Volksstimme: Eine neue Chance fürs Technikmuseum? Dr. Reinhard Bergner: Warum nicht? Wir haben schon die Hoffnung, das sich aus der Zusammenarbeit aller am Thema Interessierten vielleicht auch Lösungen ergeben.“
31.03.2003 Vortrag: Einführung in die Papierrestaurierung Im Literaturhaus, Buckau, Thiemstraße 7 sprach Frau Schiborra vom Gleimhaus Halberstadt zum Thema: Restaurierung von historischem Material und vermittelte interessante Werkstatteinblicke. Der Vortrag gliederte sich in 3 Komplexe:1. Vorbeugung von Papierschäden2. Konservierung von Papier 3. Restaurierung
06.05.2003 Sitzung des Arbeitskreises Technikgeschichte Unter der Leitung des Vorsitzenden des Geschichtsvereins fand im Technikmuseum eine Beratung des Arbeitskreises statt. Neben der Leiterin des Technikmuseums, Frau Dr. Kanter, dem IG-Metallvertreter Kiel, waren Vertreter der Fördervereine und der GISE anwesend. Nach kontroverser Diskussion über die Aufgaben, z.B. eine Topographie der Magdeburger Industrie ging die Beratung ohne greifbare Ergebnisse zu Ende.
26.06.2003 Besichtigung des Kirchenarchivs Magdeburg Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Blick in die Archive der Stadt" bot der Verein seinen Mitgliedern die seltene Möglichkeit, in das interessante "Geschichtsdepot" Einblick zu erhalten. Organisation und Leitung lag bei Dr. Uwe Förster.Die Leiterin des Archivs der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen, Frau Dr. Müller, gab eine Einführung und führte anschließend die Besucher durch die Räume und Magazine des in der Freiherr-vom-Stein-Str. neu eingerichteten Archivs.
28.06.2003 Magdeburger "Space Night" Im Magdeburger Technikmuseum erinnerte der Magdeburger Geschichtsverein die an die Anfänge der Weltraumfahrt in Magdeburg.Am 28. Juni 1933 sollte vor den Toren der Stadt Magdeburg die erste bemannte Rakete der Welt, die „Magdeburger Pilotenrakete“ starten. Der Teststart dieser Rakete, allerdings ohne Pilot, ist Teil der Geburtsstunde moderner Raumfahrt.Der Abend bot eine Reihe von informativen und unterhaltsamen Programmpunkten zur Geschichte der Weltraumfahrt, wie
  • Momente der Raumfahrtgeschichte (Videoprojekt)
  • Die Raketenpioniere der 30er Jahre (hist. Filmmaterial)
  • Die Magdeburger Pilotenrakete (Vortrag von Frank E. Reitz)
  • Mars-Mission und europäische Raumfahrt (Vortrag Dr. Rudolf Benz)
  • Livemusik der „jk bluesband“ und abschließendes Feuerwerk
01.07.2003 Arbeitskreis Sportgeschichte Gründung des AK Sportgeschichte in der „Feuerwache“, Halberstädter Straße 140 in Magdeburg-Sudenburg.
03.07.2003 Magdeburger Geschichtsvorträge: „Ernest Kan – Ein jüdischer Zwangsarbeiter im Zeitzeugenbericht“ In der alten Feuerwache Sudenburg, Magdeburg, Halberstädter Straße 140 berichtete als Zeitzeuge Ernest Kann über seine Leiden und Erlebnisse in der Nazizeit.Als Kind lettischer Bürger jüdischer Religion lebte mit seinen Eltern in Berlin als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht ergriffen. Er wurde deportiert und verbrachte 44 Monate als Zwangsarbeiter Lager im der Firma Polte in Magdeburg. Eher zufällig wurde seine Geschichte 2002 in Magdeburg bekannt. Ernest Kan lebt heute in den USA und reist aus Florida an, um als Zeitzeuge zu berichten: von der Zwangsarbeit, dem Lagerleben, seiner Flucht und seiner Aufgabe, heute in Amerika mit jungen Menschen über diese Zeit zu sprechen.
27.09.2003 Exkursion nach Niederndodeleben Auf Einladung des Heimat- und Kulturvereins Niederndodeleben-Schnarsleben besuchten Mitglieder des Magdeburger Geschichtsvereins das Bördedorf.Die Magdeburger „Volksstimme“ vom 11. Oktober 2003 berichtet darüber:„Niederndodeleben (mai). Überraschend viele Gäste folgten jüngst der Einladung des Magdeburger Geschichtsvereins zu einer Exkursion in das Bördedorf Niederndodeleben vor den Toren der Landeshauptstadt. Bekannt durch die Herausgabe der Magdeburger Geschichtsblätter hat es sich der Verein zur Aufgabe gemacht, die Erforschung und Vermittlung der Geschichte Magdeburgs und seines Umlandes zu fördern. Der Geschichtsrundgang begann an der romanischen Kirche St. Stephanus, die im Zentrum des ehemaligen Dorfes Schnarsleben steht (das Dorf gehört seit 1950 als Ortsteil zu Niederndodeleben). Zusammen mit fünf weiteren denkmalgeschützen Häusern bildet die Kirche ein reizvolles  Ensemble mit historischem Dorfcharakter. Neben der gut erhaltenen mittelalterlichen Bausubstanz bestaunten die Besucher die aus dem Ende des 17. Jahrhunderts stammende barocke Innenausstattung. Besonderes Interesse fand die karolingische Flechtband-Ornamentik unter der Altarplatte. Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins Niederndodeleben führten die Gäste anschließend sachkundig durch das Dorf. Dabei orientierte sich Horst Haberland am alten Dorfplan von 1796. Vorbei an der stattlichen Linde, die im Gedenken an den französisch-preußischen Krieg 1870/71 gepflanzt wurde, ging es zum typischen Bördehof von Ernst-Otto Rilliger. Die Familie Rilliger lebt seit 1630 in der zwölften Generation im Ort. In dörflicher Idylle zwischen Hühnern und Gänsen zog Ernst-Otto Rilliger die Gäste mit humorvollen Geschichten in seinen Bann. Weiter ging der Weg zur Schnarsleber Mühle. Hier am Dorfrand hatte man in   der Nachmittagssonne einen herrlichen Blick auf den Magdeburger Dom. Der Rundgang endete bei Kuchen im zweihundert Jahre alten Leineweberhaus in der Lindenstraße 12. Dem Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Dr. Rainer Bergner, überreichte Ursula E. Duchrow zur Erinnerung das Heimatbuch . "Niederndodeleben – Bördedorf zwischen Wartberg und Schrotetal ". Die Vereine nahmen sich vor, die Verbindung zu pflegen. Als Abschiedsgeschenk erhielt jeder Magdeburger einen Druck des historischen Dorfplanes von 1796.“
16.10.2003 3. Treffen des AK „Sportgeschichte“ Zur Erinnerung an 175 Jahre Jahnsportplatz Magdeburg traf sich der Arbeitskreis Sport- und Freizeitgeschichte bei der SV Arminia 53 im Vereinshaus in der Erich-Weinert-Str. 25. Mit Kurzvorträgen
  • Geschichte und Abriss des Stern
  • Geschichte des Turnierplatzes der Gymnastikanstalt
  • Geschichte der Vereine auf dem Jahnsportplatz
wurde eindrucksvoll an die Historie der bedeutenden Magdeburger Sportstätte erinnert.
05.11.2003 Magdeburger Geschichtsvorträge: „Karl Storch – Magdeburger Alltagsgeschichten zwischen Tradition und Moderne." Heike Kriewald, Mitglied unseres Geschichtsvereins stellte in ihrem Vortrag den in Vergessenheit geratenen Magdeburger Pfarrer, Redakteur und Schriftsteller Karl Storch (1851-1923) vor. Er publizierte von 1881 bis 1914 zahlreiche Vorträge zur Stadtgeschichte, Impressionen über Magdeburg, den Harz und andere Reiseerlebnisse. Vor allem aber fand er im Alltäglichen das Besondere und kleidete es in poesievolle Bilder, die zu den literarischen Zeitdokumenten Magdeburgs gehören. Zitate seine Texte rundeten den interessanten Vortrag ab.Die Magdeburger „Volksstimme“ vom 5. November 2003 berichtet darüber: „Sudenburg (mp).Der Geschichtsverein für Magdeburg und Umgebung e.V. lädt heute um 18 Uhr in die Sudenburger Feuerwache (Halberstädter Straße 140) ein. Im Mittelpunkt einer Reise in die Geschichte soll der Pfarrer, Redakteur und Schriftsteller Karl 'Storch stehen. Heike Kriewald ist seinen Spuren von 1888 bis 1923 durch die Elbestadt gefolgt, und hält einen Vortrag über diesen interessanten historischen Bürger Magdeburgs. Neben einem kleinen Reiseführer über Magdeburg von 1906 veröffentlichte Karl Storch vor allem Geschichten aus dem Alltag der Magdeburger, Beobachtungen zum Zeitgeist aus der Zeit der Jahrhundertwende und hielt Augenblicke an der Elbe literarisch liebevoll fest. In ihrem Vortrag stellt Heike Kriewald den vermutlich ersten modernen Stadtführer für einen Rundgang durch Magdeburg vor. Die Zuhörer erfahren von Karl Storch, dass die Magdeburger bereits vor hundert Jahren so ihre Probleme mit dem Image ihrer Stadt hatten. Bilder und Texte lassen dabei ein überaus lebendiges Bild der Landeshauptstadt entstehen. Storch war an vielen Orten in Magdeburg präsent. Ferner war er ein begeisterter Harzwanderer und ein Meister der Schilderung von kleinen und großen Kümmernissen seiner Generation. Seine literarischen Arbeiten sind größtenteils in Vergessenheit geraten während des Vortrags des Geschichtsvereins heute Abend sollen sie wieder neu entdeckt werden. Wer mit Heike Kriewald und Karl Storch auf eine gedankliche Wanderung von den Türmen des Domes bis zum Eisgang auf der Elbe kommen will, der ist herzlich zu dem  Vortrag eingeladen.“
09.12.2003 3. ordentliche Mitgliederversammlung In den Räumen der Feuerwache, Halberstädter Str. 140, Magdeburg fand die 3. ordentliche Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins statt.Anwesend: Dr. Reinhard Bergner, Dr. Uwe Förster, Guido Heinrich, Dr. Ralf Lusiardi, Dr. Wolfgang Mayrhofer; weiter s. Anwesenheitsliste (13 Mitglieder, Herr Langhof).Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2003_12_09_Endfassung)
17.02.2004 Magdeburger Geschichtsvorträge: „Die Schule von Kloster Berge“ Die Magdeburger „Volksstimme“ vom 13. Februar 2004 berichtet darüber:„Sudenburg (jw). Zu einem Vortrag lädt der Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V. am kommenden Dienstag um 18 Uhr in die Feuerwache Sudenburg. Halberstädter Str. 140, ein. Unter dem Titel "Lehrer, Schüler und Soldaten - aus der Geschichte der Schule vom Kloster Berge vom 17. bis zum 19. Jahrhundert" stellt Dr. Uwe Förster neue Ergebnisse der Forschung zur Geschichte des Pädagogiums des Klosters Berge und zum Wirken der Äbte und Lehrer vor. Die Schule von Kloster Berge, bis 1813 südlich vor den Toren Magdeburgs gelegen, zählte einst zu den bedeutendsten in Brandenburg-Preußen. Ihre Blüte erlebte sie von Beginn bis zur Mitte des 18. Jh. Der Referent ist spezialisierter Schulgeschichtler und promovierte an der Guericke-Universität zur hiesigen Schulgeschichte des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Mit Forschungen zum ebenso berühmten Pädagogium des Klosters Unser Lieben Frauen stellte er bereits in den 90er Jahren die Bedeutung Magdeburgs als wichtigen Schul- und Bildungsort heraus. Interessenten sind herzlich eingeladen. Eintritt ist frei. Neues zum Verein mit vielen Informationen zu Neuerscheinungen zur Stadt- und Kulturgeschichte gibt es auch unter www.geschichtsverein-md.de."
23.04.2004 100 Jahre Schwimmverein HellasIn den Räumen des Stadtsportbundes in der Hermann-Gieseler-Halle fand unter der Leitung von Dr. Michael Thomas eine Veranstaltung des AK Sportgeschichte zur Feier des hundertjährigen Bestehens des Schwimmvereins „Hellas“ statt.
27.04.2004 Magdeburger Geschichtsvorträge:„Streifzüge durch die Schulgeschichte Magdeburgs von den Anfängen bis ins 19. Jh.“Öffentliche Veranstaltung des AK Schul- und Bildungsgeschichte mit einem Vortrag des AK-Leiters Dr. Wolfgang Mayrhofer in der Feuerwache Sudenburg
21.05.2004 Wiedererrichtung einer Guts-Muths-Gedenktafel Auf Initiative des Vereinsmitglieds Franz Strube (1927-2011) und mit Unterstützung des AK Sportgeschichte unter der Leitung von Dr. Michael Thomas.
25.05.2004 Vortrag:„Woher kommt mein Name?“Im Gebäude des Landesheimatbundes veranstaltete der Landesheimatbund eine Gesprächsrunde zur erfolgreichen Volksstimmen-Serie mit Dr. Saskia Luther und Dr. Ursula Föllner, beide Mitglieder des Geschichtsvereins.
29.06.2004 Vortrag:„Streiflichter aus dem Magdeburger Schulwesen des ausgehenden18. Jahrhunderts: Gottfried Benedict Funk und Basedow”Veranstalter: LandesheimatbundReferent: Dr. Wolfgang Mayrhofer, Mitglied des Geschichtsvereins
24.07.2004 Exkursion nach Torgau mit Besuch der Ausstellung „Glaube und Macht - Sachsen im Europa der Reformationszeit".
28.09.2004 Vortrag:„Streiflichter aus dem Magdeburger Schulwesen des ausgehenden18. Jahrhunderts: Friedrich Gabriel Resewitz“Veranstalter: LandesheimatbundReferent: Dr. Uwe Förster, Mitglied des Geschichtsvereins
02.11.2004 Magdeburger Geschichtsvorträge:„Die Ausgrabungen in der Regierungsstraße“ Ort: Feuerwache Halberstädter Str.Referent: Dr. Gösta Ditmar-TrauthDie Regierungsstraße wurde 2004 in einigen Passagen auf ihr ursprüngliches Niveau abgesenkt. Dabei konnten Mauerreste von ehemals zum Kloster Unser Lieben Frauen gehörigen Bauten freigelegt werden. Noch ältere Spuren der Besiedlung lassen genauere Schlüsse über den Wegeverlauf westlich der Klosterkirche zu. Das sind nur einige der wichtigen Grabungsergebnisse, die im Vortrag vorgestellt und diskutiert wurden.  
08.12.2004 4. ordentlichen MitgliederversammlungOrt: Feuerwache, Halberstädter Str. 140Tagesordnung:
  1. Organisatorisches
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüferinnen
  5. Beschlussfassung über Entlastung des Vorstands
Projekte:
  1. Aktuelles zum Projekt "Zeitzeugen-Portal"
  2. Weitere Aktivitäten zum Stadtjubiläum 2005
  3. Das Projekt "Israelitischer Friedhof" des Arbeitskreises Kultur- und Alltagsgeschichte
Vortrag von Dr. Michael Thomas: „Die Magdeburger Winterschwimm-Anstalt von 1830 – die erste in Vergessenheit geratene Schwimmhalle Europas.“ Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2004_12_08)  
19.04.2005 Filmveranstaltung:„Als der Krieg zu Ende ging.“Ort: Feuerwache, Halberstädter Str. 140Vorführung der amerikanischen Wochenschauen vom Kriegsende 1945 in Magdeburg. Das Filmmaterial wird vom Geschichtsverein übernommen und in das Zeitzeugenarchiv eingegliedert.Quelle: Volksstimme vom 9. April 2005
04.08.2005 Bibliothek des GVMUVon Herrn Kühling, Verlag Delta-D in Magdeburg eine Bücherspende erhalten. Sie sollen den Grundstock für unsere Vereinsbibliothek bilden.
01.09.2005 „Magdeburg gesammelt. Streifzüge in die Geschichte“Eröffnung der Ausstellung in der Messe Magdeburg, Halle.Geöffnet: 1. bis 11.September 2005Der Geschichtsverein beteiligt sich mit einem Stand, Schwerpunkte: Zeitzeugenarchiv und Biographisches Lexikon.„In der Ausstellung nehmen Magdeburger Vereine, Firmen und Sammler die Besucher mit auf ihre Streifzüge in die Geschichte der Stadt. Mehr als 40 Beteiligte präsentieren Erlebnisse, Objekte und Fundstücke aus 12hundert Jahren.Sie haben gesammelt, aufgehoben und geforscht und können Geschichten davon erzählen. In ihren Erinnerungen leben Bürgermeister, Biografien und Brauereien. Liebevoll gestaltete Dioramen mit Zinnfiguren, Modelle der Festung, von Brücken und Straßenbahnen - viel Zeit und Engagement, Neugier und Lust auf Magdeburg werden zu sehen sein. Das Vergnügen, Altes neu zu entdecken, Verbindungen zu schaffen zwischen den Zeiten und Räumen wird sinnlich erfahrbar. Flugzeuge, Flaschen und Filme, Kaffee, Kakao und Kleidung, Münzen, Mineralien und Militaria, Postkarten, Postwertzeichen und die Preußische Telegrafenlinie -kurzum, den Sammlern Magdeburgs entgeht (fast) nichts! Integriert in die Schau »Magdeburg gesammelt« in den Messehallen am Elbauenpark ist die Magdeburger Briefmarkenausstellung »MABRIA12hundert«. Zum Stadt Jubiläum erscheint am 8. September die 55-Cent-Sonderbriefmarke »1200 Jahre Magdeburg«. Am selben Tag wird die 10-Euro-Gedenkmünze aus 925er Sterlingsilber, die ebenfalls dem Jubiläum Magdeburgs gewidmet ist, ausgegeben.“ Quelle: Flyer der Ausstellung  
16.09.2005 Buchpremiere:„Das Machteburjer Wörterbuch“von Dr. Ursula FöllnerMitarbeit Ursula Elzsch, Ruth Krafzik, Hannelore Märtens, Dörte Neßler, Herbert Rasenbergerdr. ziethen verlag Oschersleben 2005 Zu dieser Veranstaltung in der Aula der Volkshochschule hatten das Institut für Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität und die Volkshochschule Magdeburg eingeladen. Quelle: Volksstimme vom 8. September 2005  
27.09.2005 Stammtisch:Mitgliedertreffen zum Erfahrungsaustausch in der Gasstätte „Paulaner“ in der Hegelstraße. Besprochen wurde die Teilnahme des Vereins an der Ausstellung „Magdeburg gesammelt“
23.11.2005 Auszeichnung:Als Initiator des Projektes "Zeitzeugenarchiv Magdeburg"wurde der Vorsitzende des Geschichtsvereins Dr. Reinhard Bergner mit einer Ehrenurkunde im Rathaus durch den Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg ausgezeichnet.Quelle: Volksstimme vom 25. November 2005
08.12.2005 5. ordentlichen MitgliederversammlungOrt: Feuerwache, Halberstädter Str. 140Tagesordnung:
  1. Organisatorisches
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüferinnen
  5. Beschlussfassung uber Entlastung des Vorstands
  6. Neuwahl des Vorstands
Projekte und Arbeitskreise:
  1. Aktuelles zum Projekt "ZeitzeugenArchiv Magdeburg"
  2. Publikationsvorhaben des GVMU
  3. Vortragsreihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
  4. Arbeitskreis Sportgeschichte
  Vortrag von Dr. Uwe Förster: "Die Familie Delbrück und Magdeburg". Dazu einige Informationen: Gottlieb Delbrück wurde am 2.9.1777 in Magdeburg geboren, besuchte die Domschule und studierte in Halle. Nach dem Studium arbeitete er in verschiedenen Behörden als Jurist. 1800 erhielt er die Berufung zum Justizkommissar an das Obergericht nach Magdeburg, wurde 1802 zum Kriminalrat ernannt und 1816 zum Regierungsrat. 1807 übertrug man ihm die Stelle des Syndikus des Domkapitels. Nach dessen Auflösung 1810 wurde er zum Verwalter der Güter der ehemaligen geistlichen Stifte in Magdeburg - mithin für die Magdeburger Stadtgeschichte in der Zeitenwende von Säkularisierung und napoleonischer Besetzung eine besonders wichtige Figur! Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2005_12_08)  
24.01.2006 Magdeburger Geschichtsforum:„Ingenieure als Täter: Chefs in der NS-Zeit“Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Tobias Bütow„Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V. und die Universitätsbibliothek laden im Magdeburger "Jahr der Wissenschaft" zum "Magdeburger „Geschichtsforum" in der Universitätsbibliothek ein. In dieser Vortragsreihe präsentieren Wissenschaftler wichtige neue Forschungen und Thesen zur Stadtgeschichte. Den Anfang macht am 24. Januar, um 19 Uhr, Tobias Bütow mit seinem Vortrag "Ingenieure als Täter - Zum Handlungsraum leitender Unternehmensmitarbeiter im System der Konzentrationslager". Die Forschungen konzentrieren sich auf das technische Personal in deutschen Unternehmen, das mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten dem System der NS- Vernichtungslager zuarbeitete und durch die Mitwirkung am Programm „Vernichtung durch Arbeit" zu Mittätern eines millionenfachen Mordes wurde. Darunter waren auch Magdeburger Ingenieure der Brabag. Mit MAGDA" in Rothensee und dem Lager der Firma Polte gab es auch in Magdeburg Konzentrationslager, in denen sich bis zum Kriegsende über 4500 Gefangene befanden. Tobias Bütow, geboren 1978 in Magdeburg, studierte Politikwissenschaften und Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er war langjähriger Mitarbeiter der Gedenkstätte Yad VaShem und arbeitet als freier Historiker in Berlin. Bekannt wurden seine Forschungen über das von ihm wiederentdeckte Magdeburger KZ-Außenlager der Brabag. Für seine Verdienste um die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus in Europa erhielt er die Auszeichnung „Der junge Europäer 2000" der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung. Die Veranstalter möchten mit der neuen Reihe ein. "Forum" für Vorträge, Podiumsdiskussionen und Projektpräsentationen bieten. Dazu werden neben Magdeburger Wissenschaftlern auch Auswärtige eingeladen, die neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Geschichte Magdeburgs gewonnen haben. Ganz im Sinne des Wissenschaftsjahres wird das "Magdeburger Geschichtsforum" allen historisch Interessierten die Möglichkeit zur Diskussion mit den Wissenschaftlern geben. Die Veranstaltungen sollen vorerst bis zum Juni 2006 jeweils am vorletzten Dienstag im Monat (19 Uhr) im Vortragsraum der Universitätsbibliothek stattfinden. Alle Interessierten sind zum Vortrag und zur anschließenden Diskussion eingeladen. Der Eintritt ist frei.“ Quelle: Volksstimme vom 19. Januar 2006  
21.02.2006 Magdeburger Geschichtsforum:"Haß gegen alles, was nur den Namen eines Franzosen trägt"? Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Sacha MöbiusDie Schlacht bei Roßbach (1757), Franzosenhaß und seine Folgen Am 5. November 1757 gelang es bei Roßbach einer preußischen Armee von 22.000 Mann, in nur anderthalb Stunden eine aus Franzosen und Reichstruppen bestehende Armee von 40.000 Soldaten zu besiegen. Im 18. und 19. Jahrhundert war dieser Sieg ein zentrales Ereignis preußisch-deutscher Erinnerungskultur. Kern der Legende war der angebliche Haß, den besonders die Magdeburger „gegen alles, was nur den Namen eines Franzosen trägt“, hatten. Dies ist jedoch im Licht neuer Forschungen zu hinterfragen. Berührt sind damit auch Kernfragen deutscher Geschichte: War das friederizianische Preußen nicht nur die Brutstätte von Militarismus und Untertanengeist, sondern auch eines aggressiven Nationalismus? Oder entpuppt sich der preußische Militärstaat als Mythos? Sascha Möbius, M. A., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und Lehrbeauftragter am Institut für Geschichte der Universität Magdeburg. Er studierte Geschichte und Anglistik in Hannover, Magdeburg und Göttingen. Magisterarbeit über Psychologie und Kriegsführung im Siebenjährigen Krieg. Mehrere Veröffentlichungen zu Kultur und Krieg im 18. Jahrhundert sowie zur Geschichte der DDR.  
21.03.2006 Magdeburger Geschichtsforum:„Die Aktion „Arbeitsscheu Reich“ vom Februar 1938 und die Menschen des so genannten Zigeunerlagers in Magdeburg“Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Lutz MieheZu den in der Öffentlichkeit bisher nur in geringem Maße wahrgenommenen Opfergruppen der NS-Verbrechen zählen die Sinti und Roma. Die in Magdeburg wohnenden Menschen dieses Volkes wurden im Jahre 1935 gezwungen, sich außerhalb der Stadt unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem ghettoähnlichen Lager anzusiedeln. Dort wurde im Frühjahr 1938 eine ganze Reihe von ihnen im Zusammenhang mit der so genannten Aktion „Arbeitsscheu Reich“ verhaftet und in Konzentrationslager verbracht. Nur wenige der Deportierten kehrten wieder nach Hause zurück. In dem Vortrag sollen die Hintergründe dieser Aktion aufgezeigt und Schicksale einzelner Opfer exemplarisch vorgestellt werden. Dr. Lutz Miehe, geb. 1956, studierte Geschichte und Germanistik an der Pädagogischen Hochschule Magdeburg und wurde mit einem Thema zum Dreißigjährigen Krieg promoviert. Er hat etliche wissenschaftliche Veröffentlichungen v. a. zur Geschichte der Frühen Neuzeit und des 20. Jahrhunderts vorgelegt. Dr. Miehe ist gegenwärtig Leiter des Referates Gedenkstätten für die Opfer von Gewaltherrschaft im Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt.  
10.04.2006 VorstandssitzungThemen:- Vorträge im Geschichtsforum- Neue Reihe Geschichtsblätter- Zeitzeugenarchiv- Internetseite des Vereins
18.04.2006 Magdeburger Geschichtsforum:"Manheimer Teüffels Krop in Magdeburg. Fremde und Einheimische in einerpreußischen Stadt des 18. Jahrhunderts"Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Dieter Elsner In Magdeburg war um 1700 fast jeder Dritte ein „Fremder“. In der „Französischen Kolonie“ lebten rund 1400 Personen, die „Pfälzer Kolonie“ zählte etwa 2000 Menschen, während es knapp 7000 alteingesessene Magdeburger gab. Aber wie sah das Zusammenleben der Menschen aus? Dass es Probleme gab, wird man angesichts heutiger Integrationsprobleme nicht bezweifeln. Aber sind es die gleichen Fragen wie heute, die sich mit vermeintlich anthropologischen Konstanten wie Neid und Eifersucht beantworten ließen? Am Beispiel der Vertriebenen aus der Pfalz soll dieser Frage nachgegangen werden. Durch den brandenburgischen Kurfürsten privilegiert, sahen sie sich bald als die besseren Untertanen, da sie binnen weniger Jahre vieles aufgebaut hatten, wozu die Alteinwohner in 60 Jahren nicht in der Lage gewesen waren. Es wundert nicht, dass einige Altmagdeburger sie als „Manheimer Teüffels Krop“ beschimpften. Wie diese Spannungen insgesamt zu bewerten sind, ist Gegenstand des Vortrages, der damit ein Stück Magdeburger wie Mannheimer Stadtgeschichte erhellt. Dr. Dieter Elsner wurde 1985 an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über die Französische Revolution von 1789 promoviert und legte seither zahlreiche wissenschaftlichen Publikationen v. a. zur Frühen Neuzeit, zur Französischen Revolution und zum Vormärz vor. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Universität Magdeburg.  
23.05.2006 Magdeburger Geschichtsforum:Die „Magdeburger Hochzeit“Die Zerstörung Magdeburgs von 1631 im medialen Kampf der Deutungen  Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  PD Dr. Birgit Emich (Freiburg i. Br.) Mit der Eroberung und Zerstörung Magdeburgs am 20. Mai 1631 war das Ringen um die stolze Hochburg des Protestantismus keineswegs vorbei. Schon sehr bald setzte der propagandistische Kampf um die Köpfe ein. Es ging um die Demütigung des Gegners durch eine wohlgezielte Deutung des Ereignisses. Zum zentralen Motiv wurde dabei rasch die „Magdeburger Hochzeit“: die Vereinigung des Eroberers Tilly mit der besiegten Jungfrau Magdeburg. Wie Katholiken und Protestanten hartnäckig um Deutungen dieser Metapher rangen und wie dadurch erst die Einnahme Magdeburgs zum zentralen Medienereignis des Dreißigjährigen Krieges wurde, wird Thema des Vortrags sein. Birgit Emich, geb. 1967, studierte Neuere und Mittelalterliche Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Freiburg. Mit der Arbeit „Nepotismus und Behördenalltag, Politik, Verwaltung und Patronage unter Papst Paul V. (1605-1621)“ wurde sie 1999 promoviert. Ihre Habilitationsschrift „Territoriale Integration in der frühen Neuzeit – Ferrara und der Kirchenstaat“ (2002) zeichnete die Heidelberger Akademie der Wissenschaften mit dem Akademiepreis 2003 aus. Im folgenden Jahr verlieh ihr die Deutsche Forschungsgemeinschaft das Heisenberg-Stipendium. Birgit Emich ist zur Zeit als Privatdozentin an der Universität Freiburg tätig.  
20.06.2006 Magdeburger Geschichtsforum:„Ernst Reuter als Oberbürgermeister von Magdeburg 1931-1933“Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Prof. Dr. Mathias Tullner (Magdeburg)Anlässlich des 75-jährigen Jahrestages der Amtseinführung des Magdeburger Oberbürgermeisters Ernst Reuter wird in dem Vortrag das kommunalpolitische Wirken Ernst Reuters rekonstruiert und interpretiert. Der Sozialdemokrat Reuter trug zusammen mit Hermann Beims wesentlich dazu bei, das „Rote“ Magdeburg zu einem kulturellen und sozialpolitischen Zentrum Deutschlands zu entwickeln. Mathias Tullner, geb. 1944, ist Professor am Institut für Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Seit 1986 lehrt und forscht er selbständig zu Themen der Regional- und Landesgeschichte Sachsen-Anhalts. Das Spektrum seiner Forschungen ist überaus vielfältig und reicht von Themen der frühneuzeitlichen Geschichte bis zu Problemen der Zeitgeschichte. Seit 1993 hat er dazu mehr als 150 Publikationen vorgelegt. Die von Mathias Tullner als Monographie veröffentlichte Landesgeschichte Sachsen-Anhalts ist bis heute in mehreren Auflagen erschienen. Seit 2005 gibt er die Zeitschrift "Sachsen-Anhalt. Geschichte und Geschichten" heraus.  
11.07.2006 Stammtisch:Mitgliedertreffen zum Erfahrungsaustausch und Diskussion über die Vereinsublikation "Parthenopolis" in der Gasstätte „Paulaner“ in der Hegelstraße.
26.10.2006 Magdeburger Geschichtsforum:Ablösung der „preußischen Willkürherrschaft“ durch eine „weise und liberale Verwaltung“? Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Nicola Peter Todorov (Rouen) Ort: Universitätsbliothek, Vortragsraum Nach dem Sieg über die preußische Armee vom 14. Oktober 1806 und dem Frieden von Tilsit 1807 schuf Napoleon das Königreich Westphalen, in das auch Magdeburg und die linkselbischen Gebiete integriert wurden. Seinem jüngsten Bruder Jer6me kam es zu, in diesem Königreich eine Art Modell für die anderen deutschen Staaten zu errichten. Die Bevölkerung Westphalens sollte durch freiheitliche Reformen von der Überlegenheit des französischen Systems überzeugt werden. In keinem Teil des neuen Königreiches war diese "Überzeugungsarbeit" so bedeutsam wie in der Provinz Magdeburg, die als "Kernprovinz" der Königin Louise so sehr am Herzen gelegen hatte. Nirgendwo konnten die "Westphalen" so gut das neue Regime mit dem alten vergleichen, von dem sie nur die Elbe trennte. Die bisherige historische Forschung hat eine überwiegend negative Bilanz des Königreichs Westphalen gezogen. Ob diese Einschätzung gerechtfertigt ist, soll am Beispiel Magdeburgs untersucht werden. Dr. Nicola Peter Todorov ist in Magdeburg aufgewachsen und wurde 2005 an der Universität Paris I (Sorbonne) mit einer Arbeit über das EIbedepartement des Königreichs Westphalen promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Verwaltungs- und Sozialgeschichte sowie der napoleonischen Seekriegsstrategie nach Trafalgar, zu denen er zahlreiche Aufsätze publiziert hat. Er ist als Lehrer für Geschichte und Geographie am Lycee Gustave Flaubert in Rouen tätig.  
21.11.2006 Magdeburger Geschichtsforum:„Auf Turnplätzen, Spielwiesen, Radrennbahnen und Straßen - die ersten Jahre der Leichtathletik in Magdeburg (1892-1905)“Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Michael Thomas (Magdeburg)Da bisher Untersuchungen zur Entstehungsgeschichte der Leichtathletik in der Elbmetropole nicht existieren, sollen in dem Vortrag die Anfange dieser Sportart in Magdeburg beschrieben und rekonstruiert werden. Dabei wird auch die unübersichtliche Vorgeschichte der leichtathletischen Wettkämpfe in den Blick genommen. Die besondere Geburtshelferrolle der Magdeburger Schulturnlehrer und Vereinsturner sowie die Wegbereiterrolle der Fußballer und Radsportler für den leichtathletischen Rasensport stehen im Mittelpunkt des Vortrags. Dass Magdeburg zu einem frühen Zentrum der deutschen "Spielbewegung" geworden ist und als erste Stadt regelmäßige Jugend- und Volksspiele für die schulentlassene Jugend und für Erwachsene institutionalisieren konnte, hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich der Rasensport in der Elbestadt etablieren konnte. Direkte englische Einflüsse spielten in diesem Zusammenhang keine Rolle. Dr. Michael Thomas ist gebürtiger Magdeburger und arbeitet seit 1993 im Institut für Sportwissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er wurde 1989 an der Pädagogischen Hochschule "Erich Weinert" mit einer Arbeit zur Geschichte der studentischen Burschenschaften in den 1860erJahren promoviert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der regionalen Sportgeschichte und der anhaltischen Geschichte. Seit 2005 ist er Vorstandsmitglied der "Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen".  
12.12.2006 6. ordentlichen MitgliederversammlungTagesordnung:
  1. Organisatorisches
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Aussprache
  4. Bericht des Schatzmeisters
  5. Bericht der Kassenprüferinnen
  6. Aussprache
  7. Beschlussfassung über Entlastung des Vorstands
Laufende und geplante Arbeitsvorhaben
  1. Aktuelles zum Projekt "ZeitzeugenArchiv Magdeburg"
  2. Vorstellung des geplanten Jahrbuchs "Parthenopolis" des GVMU und Beschlussfassung
  3. Neugestaltung der Website des GVMU
  4. Vortragsreihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
  5. Sonstiges
Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2006_12_12)  
12.02.2007 Buchpremiere:"Reisebriefe über Magdeburg aus den Jahren 1778 bis 1786"Ort: Stadtbibliothek Magdeburg„Guido Heinrich hat "Reisebriefe über Magdeburg aus den Jahren 1778 bis 1786" für ein Buch gesammelt und kommentiert. Am 12. Februar feiert sein Werk Premiere. Vorgestellt wird. es ab 17 Uhr in der Stadtbibliothek am Breiten Weg 109. Vier historische Reiseberichte über Magdeburg sind zusammengekommen - als vier ungewöhnliche Perspektiven auf die preußische Landstadt an der Elbe. Die detaillierten Beobachtungen der Reisenden, aufgezeichnet zwischen 1778 und1786, sollen lebendige und aufschlussreiche Einblicke in die städtischen Verhältnisse gewähren. Interessierte sind willkommen. Der Eintritt ist frei.“ Quelle: Volksstimme vom 6. Februar 2007  
13.02.2007 Magdeburger Geschichtsforum:„Von zerbrochenem Glas zu zerstörten Leben“Reaktionen der Opfer und der Täter auf die „Reichskristallnacht“ in MagdeburgOrt: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Michael E. Abrahams-Sprod (Sidney) Nach dem antisemitischen Pogrom vom 9. November 1938 wurde das „zerbrochene Glas“ für die Amtsträger in Magdeburg zum Sinnbild für die Wiederherstellung des beschädigten Stadtbildes und für die Rückkehr der Provinzhauptstadt zur Normalität. Für die Magdeburger Juden dagegen symbolisierte das Ereignis die Zerstörung von Menschenleben und das Ende jeglicher Hoffnung auf eine Zukunft jüdischen Lebens im „Reich“. Während die Juden sich zuerst noch um ihre Sicherheit vor Ort bemühten, versuchten sie schließlich verzweifelt, in andere Länder zu fliehen. Die Mehrheit der Juden war zur Emigration um jeden Preis und fast überallhin bereit. Gleichzeitig errichteten die NS-Machthaber einen Sperrwall antisemitischer Gesetze. Der Vortrag wird anhand von archivalischen Quellen und von Zeitzeugenaussagen auf die unterschiedenen Reaktionen der Opfer und der Täter eingehen. Michael Abrahams-Sprod, geb. 1964, studierte russische, deutsche und französische Philologie und wurde 2006 an der Universität Sydney promoviert mit einer Dissertation über das Leben der Magdeburger Juden unter der NS-Herrschaft. Zur Zeit ist er u. a. als Universitätsdozent für jüdische und Holocaust-Studien in New South Wales und Sidney tätig. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, in deren Mittelpunkt immer wieder die Geschichte der Magdeburger Juden in der NS-Zeit stand, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.  
17.04.2007 Magdeburger Geschichtsforum:Zwischen Hohenzollern und Wettinern: das Magdeburger Domkapitel um 1500 Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Thomas Willich (Berlin)Martin Luther sei, so wurde um 1540 kolportiert, von Friedrich dem Weisen deshalb unterstützt worden, weil dieser wegen der Besetzung des Erzbistums Magdeburg mit einem Hohenzollern zorn, unwillen und grimmigkeit empfunden habe. Auch wenn an die 1513 erfolgte Wahl Albrechts von Brandenburg durch das Magdeburger Domkapitel weltgeschichtlich weniger weitreichende Konsequenzen geknüpft werden: Der Unmut des sächsischen Kurfürsten ist nachvollziehbar, waren doch alle Versuche, Magdeburg auch nach dem Ableben seines Bruders Ernst in der Hand eines Wettiners zu halten, erfolglos geblieben. Bis 1628 wurde das Erzbistum durch Söhne des Hauses Brandenburg regiert und 1680 fiel es als Herzogtum endgültig an die Kurfürsten von Brandenburg. Ausgehend von Fragen nach der Zusammensetzung und nach den Kräfteverhältnissen im Magdeburger Domkapitel um 1500 wird jene geistliche Gemeinschaft untersucht, die über die Besetzung des Erzbischofstuhls zu entscheiden hatte. Dr. Thomas Willich ist als Lehrer am Humboldt-Gymnasium Eichwalde (bei Berlin) tätig. Er studierte Geschichte und Germanistik in Berlin und Salzburg und war von 1995-2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Greifswald und der Regestenkommissionen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Durch seine Dissertation über das Magdeburger Domkapitel im Spätmittelalter und weitere Veröffentlichungen zur Geschichte der Magdeburger Kirche und zur spätmittelalterlichen Reichsgeschichte ist er als besonderer Kenner der Materie ausgewiesen.  
22.05.2007 Magdeburger Geschichtsforum:Magdeburg und das AltertumOrt: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Daniel Schmidl / Roman Schöpp (Magdeburg)Neben den bekannten Grundlagen der "Stadt Ottos des Großen“  stoßt man bei der Beschäftigung mit der Frühzeit Magdeburgs auch auf mannigfaltige Bezüge zur vorkarolingischen Zeit bis hin zur römischen Antike. Diese reichen von der archäologisch nachgewiesenen Besiedlung des Magdeburger Gebiets lange vor der Ersterwähnung im Jahre 805 über sagenhafte Beschreibungen antiker Grundlagen des Stadtnamens bis zu Erzählungen von römischen Siedlungsgründungen. Auch wenn derartige Überlieferungen meist dem Bereich der Sagen und Mythen zugeordnet werden, so sind doch bestimmte zeitliche Kohärenzen nicht zu leugnen. Einen Schwerpunkt des Vortrages wird daher der Versuch bilden, die noch immer nicht abschließend geklärte "Vorzeit" Magdeburgs erneut zu beleuchten, um den objektiven Blick für eine kritische Auseinandersetzung mit Magdeburgs Gründungsmythen zu bewahren. Seit dem frühen Mittelalter spielte der Rückbezug zum oft glorifizierten römischen Altertum immer wieder eine besondere Rolle, wie auch heute noch am Magdeburger Dom zu erkennen ist. Seit dem 19. Jahrhundert, schlug sich dieses Interesse dann in privaten Sammlungen antiker Gegenstände, der Anfertigung spezieller Gipsabgüsse römischer und griechischer Vorbilder und schließlich der Einrichtung eines Bildungsmuseums zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts nieder. Schlussendlich wird ein Bogen über 2000 Jahre Magdeburger Altertumsverbindungen geschlagen, welche für die Stadt immer von besonderen Stellenwert waren. Daniel Schmidl (geb. 1978) und Roman Schöpp (geb. 1981) studieren Lehramt für Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und stehen kurz vor ihrem 1. Staatsexamen. Roman Schöpp ist seit 2,5 Jahren Wissenschaftliche Hilfskraft und leitet das Tutorium für Alte Geschichte. Daniel Schmidl hat sich in seiner Examensarbeit mit Ideologie und Traditionsauffassungen der NS-Zeit beschäftigt.  
29.05.2007 Vortrag über Forschen in Biografien Ort: Volkshochschule LeiterstraßeHeike Kriewald, Mitglied des Geschichtsvereins sprach über biografisches Forschen. Der Vortrag soll den Auftakt bilden für eine Interessengruppe, die dann Lebensgeschichten von Magdeburgern untersucht und aufschreibt.Quelle: Volksstimme vom 24. Mai 2007 
19.06.2007 Magdeburger Geschichtsforum:Nachkommenschaft und Dynastie. Geburten und Tauffeste in den Adelshäusern Anhalts (1607-1772)Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Prof. Dr. Eva Labouvie (Magdeburg)In der Geburt von Kindern und den Festen zu ihrer Taufe kulminierten dynastische Präsenz und herrschaftliche Repräsentation in der erstmaligen öffentlichen Präsentation des Neugeborenen, griffen Fortbestand und Fortleben direkt ineinander. Der Vortrag geht einerseits den Festen um Geburt und Taufe, andererseits dem Stellenwert, der Bedeutung und Wahrnehmung von Nachkommen in den Fürstenhäusern Anhalts zwischen 1607 und 1772 nach. Neben einem „generativen Programm“ zur Schonung der Mütter und zum Schutz der Kinder gibt er sowohl Einblicke in die Organisation und den genauen Ablauf von Tauffesten als auch in den Wandel dieser Feste vom 16. bis ausgehenden 18. Jahrhundert. Eine wichtige Perspektive bildet dabei die enge Verzahnung der Festkultur mit der adligen Beziehungskultur: Gerade über Patenschaften wurden ebenso wie über Heiraten feste Allianzen und nachhaltige Beziehungsnetze im europäischen Adel geknüpft. Prof. Dr. Eva Labouvie ist Professorin für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt der Geschlechterforschung am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und u. a. Koordinatorin im „Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung in Deutschland“ für alle neuen Bundesländer. 1995 erhielt sie für ihre Forschungen auf dem Gebiet der „Historischen Anthropologie“ den renommierten Heinz-Maier-Leibnitz-Förderpreis. Neben der Kultur- und Geschlechterforschung beschäftigt sie sich mit der Religions-, Kriminalitäts-, Körper- und Wahrnehmungsgeschichte, der Geschichte der Weltdeutungen und Imaginationen (Hexerei, Magie, Aberglauben) und der Umweltgeschichte.  
21.06.2007 Öffentliche Präsentation des Zeitzeugenarchivs Ort: UniversitätsbibliothekDie „Volksstimme“ vom 16. Mai 2007 berichtet: von Andreas Tempelhof„Per Mausklick startet am kommenden Donnertag das Magdeburger Zeitzeugenarchiv in die Internet-Welt. Es ist das ehrgeizige Projekt des "Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland". Das Ergebnis von fünf Jahren akribischer Recherchen, von über 20 Stunden in hochwertiger Fernsehqualität gefilmten Zeitzeugeninterviews. die ausgewertet und für den Internet-Nutzer erschlossen werden mussten, historische Fotos und historisches Filmmaterial zur Geschichte Magdeburgs sind nun im Internet weltweit verfügbar. Otto Schöndube, er war mit 101 Jahren der älteste für das "Zeitzeugenarchiv" interviewte Magdeburger, beschreibt voller Emotionen das "Nachtleben" damals in den 20er Jahren auf dem "Breiten Weg". Als der Stummfilm ging und der Tonfilm kam, war Otto Schöndube einer der letzten Kinomusiker Magdeburgs, und die Herzen der Frauen flogen ihm zu. Annemarie Burchardt, geboren 1923, überlebte den Bombenangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945. Das allerdings nur mit einer Gasmaske vorm Gesicht und den Körper in nasse Tücher gehüllt. Oder Ernest Kan. Er war jüdischer Zwangsarbeiter der Magdeburger "Polte-Werke". Dem heute 89-Jährigen schießen die Tränen in die Augen, wenn er im Zeitzeugeninterview erzählt, wie ein amerikanischer Soldat ihm am 18. April 1945 zurief: "Hey, ihr seid frei!" Erlebte, gelebte Magdeburger Geschichte in Bild und Ton der Zeitzeugeninterviews, festgehalten, ergänzt durch historisches Filmmaterial, Fotos und Dokumente - darum geht es „Zeitzeugenarchiv" des Magdeburger Geschichtsvereins - ein europaweit einzigartiges Projekt. Anders als bei vielen Fernsehdokumentationen können die Zeitzeugen ausreden, ungeschnitten auch auf den ersten Blick scheinbar nebensächliche Details erzählen. So ergibt sich ein differenziertes Gesamtbild - die Stadtgeschichte Magdeburgs aus vielen, ganz persönlichen Blickwinkeln. Geschichte trifft modernste Computertechnologie. Für das "Zeitzeugenarchiv" hat die "TSA Teleport Sachsen-Anhalt“ in Barleben ihre Wissensdatenbank (Knowledge Base) weiterentwickelt und extra für das Magdeburger Projekt angepasst – kostenlos, als Sponsoring. Die Inhalte werden von den Mitgliedern des Geschichtsvereins eingearbeitet. Die Hightech-Software macht aus dem Zeitzeugenprojekt ein einzigartiges digitales Archiv, das jeder ganz einfach nutzen kann. So können zum Beispiel Schulen das Archiv im Rahmen des Geschichtsunterrichts einsetzen. Schüler interviewten Oma und Opa, bearbeiten die Filme selbst und stellen sie ins "Zeitzeugenarchiv Magdeburg". Ohne Förderer und Sponsoren gäbe es diese bisher einmalige Geschichtsplattform nicht. Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper war nach einer ersten Präsentation begeistert. Das Organisationsbüro "Magdeburg 12hundert" sorgte 2005 mit dafür, dass im Jubiläumsjahr der Landeshauptstadt im Magdeburger Opernhaus die ersten Bausteine des Projektes vorgestellt werden konnten. Ganz langen Atem bewiesen die Stadtsparkasse und deren Jugend- und Kulturstiftungen als Hauptsponsoren. Schließlich brauchte es fast drei Jahre, bis das Archiv gelebter Magdeburger Geschichte nun ins Internet starten kann. Und es ist längst nicht fertig. Aber das ist ausdrücklich gewollt, denn es soll immer weiter ausgebaut werden und mit immer mehr Zeitzeugeninterviews „Gefüllt“ werden. Erlebte und erzählte Geschichte ist viel mehr als das , was in den Lehrbüchern steht. Sie ist die gesammelte Lebenserfahrung einer ganzen Generation alter Magdeburger. Ab Donnerstag genügt ein Mausklick auf die Internetadresse www.zeitzeugenarchiv-magdeburg.de um auf die spannende Zeitreise zu gehen.“  
12.07.2007 Vortrag:„Bummel durch Magdeburg 1906“Ort: Stadtteilbibliothek im FloraprkReferentin:  Heike Kriewald„Großer Silberberg (rri). Die Stadtteilbibliothek im Florapark lädt am kommenden Donnerstag um 16 Uhr zu einem Bummel durch die Elbestadt ein. Im Mittelpunkt einer Reise in Magdeburgs Geschichte mit literarischen Texten, Bildern und Reisetipps steht ein Reiseführer aus dem Jahre 1906 von Karl Storch. Heike Kriewald stellt den Reiseführer und seinen Autor sowie die Anfänge der Städtewerbung für Magdeburg in einer Lesung mit Bildern vor. Erinnert wird an historische Ereignisse in der Stadt, die es mit dem ersten Reiseführer für Kurzbesucher Iiterarisch zu entdecken gilt. Da erzählt der Wahlmagdeburger Storch vor 100 Jahren heute noch Erzählenswertes. Karl Storch war an vielen Orten in Magdeburg präsent, doch seine literarischen Arbeiten sind in Vergessenheit geraten. Der im Jahre 1906 erschienene kleine. aber hoch interessante Reiseführer  Magdeburg - Ein Erinnerungsblatt" ist als Reprint zu seinem 100-jährigen Jubiläum 2006 wieder erschienen. Geschichten aus dem Alltag der Magdeburger vor 100 Jahren verknüpfen sich mit den Sehenswürdigkeiten Magdeburgs. Das Faszinierende an diesem Reiseführer ist: man kann noch heute mit ihm an die beschriebenen Orte gehen. Interessierte sind in der Stadtteilbibliothek im Florapark zur Lesung willkommen. Der Eintritt ist frei.“ Quelle: Volksstimme vom 12 Juli 2007  
18.09.2007 Magdeburger Geschichtsforum:Der Magdeburger Dom: Neue Forschungen zu seiner Baugeschichte 1207 bis 1567 Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Birte Rogacki-Thiemann (Hannover) Im Rahmen einer Dissertation wurde die mittelalterliche Baugeschichte des Magdeburger Domes (1207 bis 1567) neu untersucht – vorwiegend mit Hilfe bauforscherischer Untersuchungsmethoden am Objekt, das trotz seiner wechselvollen Geschichte und der großen Zerstörungen der Magdeburger Innenstadt im 30jährigen Krieg und im Zweiten Weltkrieg praktisch unversehrt geblieben ist und zudem seit seinem Baubeginn keine nennenswerten Umbaumaßnahmen erfahren hat. Daher boten sich zahlreiche bislang nicht entdeckte oder nicht weiter verfolgte Spuren an, deren genaue Untersuchung als Ergebnis die Neueinteilung der Baugeschichte in elf, relativ klar voneinander abzugrenzende Bauabschnitte hatte. Daneben stand die Erkenntnis, dass die einzelnen Bauphasen gekennzeichnet waren durch ständige Bauunterbrechungen und fortwährende Planänderungen und Bauoptimierungen während des Bauverlaufs, sodass auch die Planungsgeschichte Teil der Betrachtung wird. Dr. des Birte Rogacki-Thiemann ist Dozentin an der Hamburger Fernhochschule für den Fachbereich Konstruktion. Daneben arbeitet sie als freie Bauforscherin, vorwiegend in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Sie studierte Architektur an der Universität Hannover und spezialisierte sich hier bereits auf die Bereiche Bauforschung und Denkmalpflege. Von 1999 bis 2003 war sie Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Kunstwissenschaft – Bauforschung – Denkmalpflege“ an der Technischen Universität Berlin. In diesem Rahmen entstand ihre Dissertation zur Baugeschichte des Magdeburger Domes.  
20.11.2007 Magdeburger Geschichtsforum:Die Polte OHG – Vom Armaturenwerk zum Rüstungskonzern Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Pascal Begrich, M.A. (Magdeburg)Die Firma Polte wurde 1885 von Eugen Polte als Armaturenwerk gegründet und bis zum Ersten Weltkrieg zur Munitionsfabrik erweitert. Unter der Leitung seiner Nachfolger entwickelte sich das Unternehmen ab 1933 zu einem der größten Munitionskonzerne Europas mit mehreren Tochtergesellschaften und Zweigbetrieben. Bei Kriegsende arbeiteten hier etwa 30.000 Menschen. Im Jahr 1938 begann Polte mit dem Einsatz ausländischer Zwangsarbeiter. Ein erstes KZ-Außenlager des Konzerns entstand 1943 in Genthin. In den Magdeburger Werken des Unternehmens betrug der Anteil von Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen im letzten Kriegsjahr etwa 50% der Belegschaft. Trotz ihrer Bedeutung als Rüstungsunternehmen gibt es bisher keine umfassenderen Veröffentlichungen zur Geschichte der Polte-Werke. Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des Unternehmens zu einem der wichtigsten Munitionslieferanten des Deutschen Reichs im Zweiten Weltkrieg nach. Exemplarisch wird dabei das Ausmaß von Zwangsarbeit und KZ-Haft in der Stadt Magdeburg beleuchtet. Pascal Begrich, Jahrgang 1974, ist Historiker und Bildungsreferent in Magdeburg. Er beschäftigt sich insbesondere mit der Geschichte von Zwangsarbeit in Magdeburg, Aspekten der gegenwärtigen Gedenk- und Erinnerungskultur sowie aktuellen Entwicklungen im Bereich des Rechtsextremismus. Seine Magisterarbeit schrieb er über das KZ-Außenlager bei den Polte-Werken im heutigen Magdeburg-Stadtfeld.  
11.12.2007 7. ordentlichen MitgliederversammlungOrt: Feuerwache, Halberstädter Str. 140Tagesordnung:
  1. Organisatorisches
  2. Bericht des Vorsitzenden
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Beschlussfassung über Entlastung des Vorstands
  6. Neuwahl des Vorstands
  Projekte und Aktivitäten:
  1. Vorstellung von Bd. 1 des Jahrbuchs "Parthenopolis"
  2. Aktuelles zum Projekt "ZeitzeugenArchiv Magdeburg"
  3. Arbeitskreis Sportgeschichte
  Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2007_12_11)    
28.02.2008 Magdeburger Geschichtsforum:Vor 75 Jahren: Das Ende des demokratischen Experiments in Magdeburg Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Maik HattenhorstDie Weimarer Republik gilt in der Rückschau zu Recht als „Demokratie ohne Demokraten“. In der wechselvollen Geschichte der Stadt Magdeburg dient die kurze demokratische Episode in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gleichwohl als Anknüpfungspunkt einer positiven Traditionsbildung im „Zeitalter der Extreme“. In der Gegenwart besteht eher die Gefahr, die „Goldenen Zwanziger Jahre“ als eine gleichsam ungebrochene Epoche des Aufbruchs und des Fortschritts zu verklären. Solche Legendenbildungen machen es andererseits schwer verständlich, wie es zum zivilisatorischen Bruch in Form der nationalsozialistischen Diktatur kommen und wie sich diese vor Ort etablieren konnte. Der Vortrag von Maik Hattenhorst blickt deshalb genauer auf die Krisenphase der Weimarer Republik seit etwa 1929/1930 bis zur sogenannten „Machtergreifung“ und geht dabei von der Annahme einer tiefgreifenden Polarisierung und Fragmentierung der Magdeburg er Gesellschaft aus. Wandel und Expansion der NSDAP von einer sektiererischen Splitterpartei zur Massenpartei werden anhand lokaler Zeugnisse zusammenhängend erfasst. Die Magdeburger SA als Truppe des politischen Bürgerkriegs, so ein weiteres Ergebnis, bildete eine nahezu eigenständige Subkultur inmitten einer Kommune aus, in welcher die Sozialdemokraten stolz den Ehrennamen der „Roten Stadt im roten Land“ für sich in Anspruch nahmen. Maik Hattenhorst absolvierte ein Magisterstudium Geschichte und forscht seit ca. 10. Jahren zu Themen der Regional- und Lokalgeschichte in Sachsen-Anhalt, schwerpunktmäßig im Zeitraum der Weimarer Republik sowie der NS-Zeit. Er arbeitet in der Stadtbibliothek Magdeburg und war 2007 u.a. Lehrbeauftragter der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.  
15.04.2008 Magdeburger Geschichtsforum:"Der Magdeburger Domhügel vom 5.-9. Jahrhundert" Ort: Otto-von-Guericke-Universität, Hörsaal in der Brandenburger Straße 9Referenten:  Rainer Kuhn / Dr. Fabian GallBis vor wenigen Jahren war der archäologische Forschungsstand für die vorottonische Zeit von einem mutmaßlich karolingischen doppelten Befestigungsgraben geprägt, der bereits in den 1960-ern auf dem Domplatz von Ernst Nickel angeschnitten wurde. Befunde, die eindeutig in die Zeit vor 805, also vor der ersten urkundlichen Erwähnung Magdeburgs, gehörten, schien es im Bereich des Domhügels kaum zu geben. Dies erstaunte schon seit längerem, war Magdeburg doch 805 bereits einer der wichtigsten Handelsplätze an der Ostgrenze des Reiches, für den man natürlich eine gewisse Vorgeschichte annehmen möchte. Auch die Ortsnamensforschung spricht sich für ältere Wurzeln aus. Dazu kommt die allgemein historische Erfahrung, dass die erste urkundliche Erwähnung in den allerseltensten Fällen tatsächlich den Beginn der Siedlung bezeichnet. Mittlerweile hat sich das archäologische Bild sehr gewandelt. Für den innersten Graben liegen seit den Grabungen vor dem Landtag im Jahr 2004 neue Erkenntnisse vor. Ein 1998 neu entdeckter und seither mehrfach angeschnittener, dritter, äußerer Befestigungsgraben ist bekannt geworden, ebenso ein kleiner dimensionierter Graben 2002/2003 vor dem Justizministerium (vormals Staatskanzlei). Hinzu kommen neueste Erkenntnisse, u. a. aus der laufenden Forschungsgrabung im und am Magdeburger Dom. Somit beginnen wir allmählich, ein erstes Bild davon zu bekommen, wiedie Geschichte des 1. Jahrtausends auf dem Magdeburger Domhügel begann und verlief, ehe sie in der gewaltigen ottonisch-romanischen Doppelkirchenanlage ihren Höhepunkt erreichte. Rainer Kuhn studierte in Tübingen und München Vor- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Provinzialrömische Archäologie. Er ist seit 1998 für das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, die Landeshauptstadt Magdeburg und die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt als Archäologe tätig. Rainer Kuhn ist Projektleiter der beiden viel beachteten archäologischen Forschungsprojekte Magdeburger Domplatz (2002-2006) und Magdeburger Dom (2006-2009) und Verfasser zahlreicher Beiträge zur Archäologie Magdeburgs.     "Magdeburgs Wurzeln - ein interdisziplinärer Deutungsversuch" aus sprachgeschichtlicher Sicht.   Referentin:  Dr. Ingrid Wotschke   Der bisher nicht urkundlich belegten Entstehung und Namensgebung Magdeburgs wollen wir noch einmal auf den Grund gehen und dazu Belege aus Sprache, Kultur, Geschichte und Archäologie heranziehen, die bisher nicht in diesem Zusammenhang gesehen wurden und uns eine neue Sicht auf die Entstehung des Namens und des möglichen Ursprungs der Stadt eröffnen können. So wird, ausgehend von den verschiedenen Formen kultureller Überlieferung und von frühen schriftlichen Erwähnungen, der Versuch unternommen, die historischen Bedingungen für Ortgründung und Namensgebung hypothetisch zu bestimmen. Vor siedlungsgeschichtlichem Hintergrund erlauben etymologische Überlegungen Schlüsse auf die mögliche Entstehung des Namens in seiner ursprünglichen Bedeutung, die sowohl durch direkte archäologische Nachweise als auch durch überregionale Vergleiche gestützt werden. Im Ergebnis steht eine Hypothese, die die Völkerwanderungszeit als wahrscheinliche Periode der Burggründung und Namensgebung ins Auge fasst. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr auf dem Internationalen Mittelalterkongress in Leeds erstmals vorgestellt. Es versteht sich nicht allein als Beitrag zur mittelalterlichen Städte- und Namensforschung, sondern auch als Anregung zur interdisziplinären Bearbeitung ähnlichgelagerter Fragestellungen in der Mediävistik.   Ingrid Wotschke Nach dem Studium der Anglistik und Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg promovierte sie an der philosophischen Fakultät mit einem Thema aus der englischen Literaturgeschichte. Es folgten Lehraufträge in Potsdam und Magdeburg sowie Vorträge und Veröffentlichungen zur englischen Literatur, Sprache und Mediävistik. Eine umfassende, historisch angelegte Betrachtung des modernen Britischen Englisch befindet sich in der Druckvorbereitung. Die Idee zur Inangriffnahme des hier präsentierten Projekts entstand aus den gegenwärtig laufenden Arbeiten zur altenglischen Kulturgeschichte im Bereich der Beowulf-Forschung.  
01.07.2008 5 Jahre Arbeitskreis SportgeschichteBericht siehe Arbeitskreis
11.09.2008 Exkursion des Geschichtsvereins:Führung in der Kirche der evangelischen Hoffnungs-Gemeinde.Ort: Magdeburg, Krähenstieg 2.Herr Dr. Seehase, ausgewiesener Experte der sachsen-anhaltischen Kirchengeschichte, wird uns diese 1980-1983 nach einem Entwurf von Oberkirchenbaurat Sußmann errichtete Gemeindekirche vorstellen. Sie gehört zu den wenigen in der DDR neu entstandenen Kirchen und gilt aufgrund ihrer Architektur als eine der bemerkenswertesten.
16.09.2008 Magdeburger Geschichtsforum:Was für ein Theater! Bürgerliche Emanzipation und bürgerliches Selbstbewusstseinim Magdeburg des 18. JahrhundertOrt: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Dr. Heiko Borchardt Magdeburg stand im 18. Jahrhundert mitten in den ästhetisch-moralischen Debatten in Deutschland. Bereits sehr früh zeigte sich, dass Magdeburger Partei ergriffen und lautstark Protest artikulierten gegen obrigkeitliche Reglementierungen von Vergnügungen und Sinnlichkeit. Am Beispiel der Theaterdebatte im Magdeburg des 18. Jahrhunderts zeigt sich erwachendes bürgerliches Selbstbewusstsein, das die kirchliche Deutungshoheit in Fragen der Ästhetik herausforderte und dann sogar ablöste. Der Vortrag von Dr. Borchardt beleuchtet wesentliche Aspekte der Bürgerkultur im 18. Jahrhundert am Beispiel der Stadt Magdeburg. Er beschäftigt sich mit  Magdeburgs Image als kunstfeindlicher Stadt und versucht, einige Erklärungen zu finden für dessen Entstehung. Im Mittelpunkt aber stehen zwei Ereignisse, die zugleich für die öffentlichen Diskussionen in der Stadt Magdeburg im 18. Jahrhundert wesentlich waren und über sie hinaus deuteten. Um 1700 war es die Anwesenheit einer wandernden Theatergruppe in der Stadt, die zu einer weit vernehmbaren Auseinandersetzung um das Theater, um die Pflichten eines Bürgers, um Lebensart und Sinnlichkeit führte. Erstmals bot eine Schauspielerin mit guten Argumenten Paroli. Dennoch konnte sie die Auseinandersetzung nicht gewinnen. Erst siebzig Jahre später zeigte eine erneute heftige Auseinandersetzung um die gleichen Themen die nun gewandelten Vorstellungen und beendete die Diskussion um Sinn und Unsinn von Theater und weltlichen Vergnügungen. Somit waren nicht nur die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Theatertradition in der Stadt geschaffen worden. Dr. Heiko Borchardt studierte Germanistik, Anglistik, Pädagogik und Psychologie in Magdeburg, Nottingham und Morgantown, West Virginia. Er promovierte an der Otto-von-Guericke-Universität mit einer Arbeit über Literatur, Stadtkultur und Geselligkeit in Magdeburg im 18. Jahrhundert. Seit einer Reihe von Jahren ist er freiberuflich tätig als Geschäftsführer eines Magdeburger Dienstleistungsunternehmens in der Kommunikationsbranche.  
29.09.2008 Buchpräsentation:„Parthenopolis“, Jahrbuch für Kultur- und Stadtgeschichte Magdeburgs, Band 1Ort: Foyer im Rathaus am Alten MarktMitteilung „Volksstimme“ vom 27. September 2008 „Vorstellung: Jahrbuch für Stadtgeschichte. Magdeburg (eb/mm), Am kommenden Montag, 19 Uhr wird im Alten Rathaus der erste Band des vom Geschichtsverein für .Magdeburg und Umland e.V. herausgegebenen Periodikums "Parthenopolis. Jahrbuch für Kultur-und Stadtgeschichte Magdeburgs" der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin enthalten sind wissenschaftliche Beiträge zur Magdeburger Geschichte, kurze historische Mitteilungen und Quellenpublikationen. Parthenopolis - "Jungfrauenstadt", so lautet ein althergebrachter Name Magdeburgs. Er symbolisiert nicht nur jene große Geschichte der Kaiser und Reformationsstadt an der Elbe, in der sich historische Fakten, Mythen und Ideen zu einem kulturellen Geflecht ganz eigener Bedeutung verbunden haben. Der Name Parthenopolis bezeichnet auch das Programm dieses Periodikums, das in Jahresfolgen neue Forschungen zur Magdeburger Stadt- und Regionalgeschichte aus ganz unterschiedlichen Wissensgebieten zusammenführt, um neue historische Perspektiven zu eröffnen. Der Geschichtsverein knüpft damit an die Tradition des ehemaligen Magdeburger Geschichtsvereins an, der über viele Jahrzehnte die "Geschichtsblätter für Stadt und Land Magdeburg" herausgab. Die Veröffentlichung des Jahrbuchs wurde durch die Förderung des Landes Sachsen- Anhalt und der Kaiser-Otto-Stiftung, Magdeburg, ermöglicht. Dank gilt weiterhin dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt für die Unterstützung. Das vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V. herausgegebene Jahrbuch ist im Mauritius Verlag, Magdeburg erschienen."  
26.11.2008 Buchpräsentation:„Verboten, verschwiegen, verschwunden“ - Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt zur NS-Zeit.Ort: Stadthalle Burg, Platz des Friedens 1Autorinnen: Birgit Herkula (Magdeburg) und Simone Trieder (Halle)Frau Birgit Herkula ist Mitglied unseres Geschichtsvereins, der das Projekt unterstützt hat. Die Autorinnen stellten in ihrem Buch „Verboten, verschwiegen, verschwunden“ Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt zur NS-Zeit“ Autoren unserer Region vor, deren Werke vernichtet wurden, die Berufsverbot erhielten und nicht mehr veröffentlichen durften, die ins Exil gehen mussten oder umgebracht wurden. Nach dem Ende des Krieges waren viele Autoren und ihre Werke vergessen. An sie wird in diesem Buch mit Kurzbiografien und Hinweisen zu Nachlässen erinnert. Von den vorgestellten Autoren erscheinen Geschichten und Werkauszüge mit geschichtshistorischer Bedeutsamkeit und vielen Bezügen zur Region. Diese Texte werden teilweise erstmalig veröffentlicht oder nach langen Jahren neu entdeckt. Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek „Brigitte Reimann“ (Tel.: 03921 2331) und der Stadthalle Burg in Kooperation mit dem Förderverein der Schriftsteller Sachsen-Anhalt e.V. und dem Verband deutscher Schriftsteller in ver.di, Landesverband Sachsen-Anhalt.
27.11.2008 Stammtisch:Ort: Gaststätte „Zum Paulaner“Thema des Abends: Auswertung Band 1 "Parthenopolis" und Diskussion über Veränderungen sowie mögliche neue Inhalte.
11.12.2008 8. MitgliederversammlungOrt: Alte Feuerwache SudenburgVortrag von Herrn Unger Leiter des Technikmuseums:
  • seit 2006 befindet sich das Technikmuseum in Trägerschaft des Kuratoriums Industriekultur
  • Alternative für das Museum wäre der Status als Schaudepot gewesen
  • die Vereinsmitglieder haben seit 2006 viele Maschinen und technische Anlagen aufgearbeitet sowie eine Sammlung mit Interviews von Zeitzeugen der Industriegeschichte angelegt, die gegenwärtig 6 Personen umfasst; hier wäre eine Kooperation mit dem Geschichtsverein möglich und von beiden Seiten gewünscht.
  • das Archiv und die Bibliothek sind vielfältig, was den Inhalt anbelangt, aber ungenügend erschlossen, vor allem auf Grund der personellen Engpässe.
  •  ein Raum steht für Veranstaltungen zur Verfügung
Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2008_12_11)  
17.02.2009 Magdeburger Geschichtsforum:"Geschlecht und Haft. Zur Geschichte der MfS-Untersuchungshaftanstalt Magdeburg-Neustadt 1958-1989"Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Alexander Bastian Die Untersuchungshaft des Ministeriums für Staatssicherheit (kurz: MfS) war eines der zentralen Instrumente der DDR, um insbesondere politische und somit gesellschaftliche Gegner des Staates im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens räumlich zu isolieren, zu verhören und zu bearbeiten und schließlich ein Verbrechen zu konstruieren, dass in langjährigen Haftstrafen mündete. Der Vortrag geht einerseits der historischen Vorgeschichte der Haftanstalt Magdeburg-Neustadt von 1945 bis 1956 sowie der Nutzung durch das MfS nach. Andererseits wird der Vollzug der Untersuchungshaft des MfS betrachtet und ein Einblick in die Formen normativer Dienstanweisungen und des praktischen Untersuchungshaftvollzuges gegeben. Eine wichtige Perspektive bildet, neben Fragen nach Macht- und Herrschaftsverhältnissen in der MfS-Untersuchungshaft, insbesondere die Praxis geschlechtsspezifischen Handelns und die Zuschreibung von Rollen in einem männerbündisch geprägten Geheimdienst. Alexander Bastian ist Doktorand des Instituts für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und promoviert zum Thema: Repression, Haft und Geschlecht. Opferrolle und Täterschaft von politischen Häftlingen und Gefängnispersonal der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Magdeburg-Neustadt 1956-1989. Seit Sommer 2008 ist er Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung und betreut die Wanderausstellung "SchattenRisse. Frauenleben zwischen Altmark und Unstruttal." Neben der Kultur- und Geschlechterforschung beschäftigt er sich mit Medizin- und Psychiatriegeschichte im Nationalsozialismus und geschichtstheoretischen Überlegungen u. a. von Michel Foucault."  
19.02.2009 Erweiterte Vorstandssitzung des GeschichtsvereinsThema: 2. Band des Jahrbuchs „Parthenopolis“ und Sitzung des Redaktionskollegiums. Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2Teilnehmer:       Dr. Reinhard Bergner, Dr. Michael Thomas, Horst Kötz, Dr. Uwe Förster, Dr. Ballerstedt, Dr. HeinrichDer Vorstand des GVMU tagte zum ersten Mal in dem neu bezogenen Büro, das uns der Landesheimatbund zur Verfügung stellt. Der GVMU nutzt es gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesheimatbundes Dr. Weinert. Die Postadresse des GVMU wird damit Steubenallee 2, 39104 Magdeburg.   Protokoll: (Datei -  Protokoll 19.02.2009.rtf)  
26.03.2009 StammtischOrt: Gasstätte „Zum Paulaner“Thema:Die VarusschlachtAls Gast eingeladen war Rainer Friebe. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit denmutmaßlich römischen Wurzeln Magdeburgs. Dafür hat er in lateinischen Schriften zahlreiche Hinweise gefunden. Seine detaillierte Kenntnis römischer Geschichte, Kultur und Technik erlaubt ihm jedoch auch neue Deutungen archäologischer Funde. Leider musste der Vortrag und die Diskussion zu dem aktuellen Thema (2000. Jahrestag) ausfallen, da der Gast ohne Angabe von Gründen nicht erschienen ist.  
08.04.2009 Aufbau einer Vereinsbücherei:Einrichtung der Vereinsbücherei im Büro des GVMU in der Steubenallee.Von Herrn Dr. Heinrich wurden die Bücher, die der Verein aus Schenkungen bisher erhalten hat und die bei ihm deponiert waren, ausgehändigt. Dazu schenkte er dem Verein aus dem Programm seines Mauritius-Verlages zusätzlich einige Titel.Die Titel der Bücher werden katalogisiert  und auf unserer Internetseite den Mitgliedern und Interessenten zugänglich gemacht.
16.04.2009 Magdeburger Geschichtsforum:"Der ehemalige Sommerremter von Unser Lieben Frauen in Magdeburg und seine Spolien"Ort: Kleiner Hörsaal in der Brandenburger Str. 9Referent:  Dr. des. Christian ForsterWenn die jüngsten Beiträge zur ottonischen Domplatzkirche erneut die Aufmerksamkeit auf jene antiken Säulenschäfte gelenkt haben, die im Magdeburger Dom und im Domremter verbaut sind, ist der Baus mit der nächstgrößten Spoliendichte bisher noch kaum gewürdigt worden. Die Rede ist vom so gen. Sommerremter des Liebfrauenklosters, der immerhin noch drei marmorne Säulenschäfte und ein Kapitell aus diesem Material enthielt. Bei der Bombardierung der Stadt im Januar 1945 zerstört, wurde dieser Saal nicht wieder rekonstruiert, da seine Stützenglieder nur noch zertrümmert geborgen werden konnten. Sie sind seither aus dem Blick der Forschung geraten. Der Referent geht zwei Fragen nach: Wann gelangten die antiken Stücke ins Marienkloster? Mit der Antwort verknüpfen sich Thesen zum unmittelbar vorhergehenden Standort in Magdeburg. Dass Kaiser Otto I. die Spolien aus Italien beschaffte, ist nicht in Zweifel zu ziehen. Unabhängig vom symbolischen Gehalt einer solchen Maßnahme, wüsste man gerne, woher genau er sie genommen hatte, denn dies ist nicht überliefert. Die zweite Frage, die auf die Gesamtheit des Spolienbestandes zielt, lautet daher: Geben die Stücke selbst Hinweise auf ihre Provenienz? Was wissen wir davon, in welchem Zustand sich die antiken Bauten Italiens im 10. Jahrhundert befanden? Dr. des. Christian Forster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zusammen mit Dr. Heiko Brandl verfasst er den Kunstdenkmälerband Magdeburg, Dom, der noch 2009 vorliegen soll. Schwerpunkte seiner Forschungen sind Architektur und Bauskulptur des frühen und hohen Mittelalters.  
28.04.2009 Vortrag im Umwelthaus:"Parthenopolis". Jahrbuch für Kultur- und Stadtgeschichte Magdeburgs, hrsg. vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V. - Verlag und Verein stellen sich vor. Ort: Magdeburg, Steubenallee 2Referent: Dr. Guido Heinrich, Mauritius-Verlag MagdeburgModeration: Herr Manfred Köppe, Vizepräsident des LHB, Regionalbüro Magdeburg Dr. Heinrich stellte seinen Verlag und das neue Jahrbuch „Parthenopolis“ vor und berichtete über die Entstehung und den Inhalt des Buches. Die Rolle des GVMU als Herausgeber bei der inhaltlichen Gestaltung und Finanzierung des Projektes wurde ausführlich dargelegt. Die Veranstaltung wurde von 10 Personen besucht, darunter von Vorstand des GVMU Dr. Uwe Förster und Horst Kötz.  
28.05.2009 Stammtisch des GVMU Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2Thema: Vorstellung des neuen Arbeitskreises „Biografisches Forschen“ 
04.06.2009 Vortrag im Technikmuseum."Die Grusons in technischen Berufen" Ort: Magdeburg, Dodendorfer Str. 65Referent: Günter Hammerschmidt, Magdeburg, Mitglied GVMUDer Referent beschreibt die aus Flandern stammende Familie Gruson, die als Glaubensflüchtlinge 1656 aus der Nähe von Lille nach Mannheim und von da nach Magdeburg kamen, um hier Schutz und ein neues Zuhause zu finden. Bis in die 6. Generation waren die Grusons Landwirte, Böttcher, Branntweinbrenner, Brauer, Färber, Loh- und Weißgerber. Ab der 7. Generation, mit Louis Gruson, begann der Einstieg in die technischen Berufe. In der 8. Generation sind besonders die Brüder Hermann Gruson Sen. und Otto Gruson Sen. hervorzuheben. Schwerpunkt des Vortrages ist das Lebenswerk des Ingenieurs und Fabrikbesitzers Hermann Gruson Sen. Es wird aber auch auf alle anderen Mitglieder der Magdeburger Linie eingegangen. Die Ausführungen werden durch eine Vielzahl von Bildern veranschaulicht.   
23.06.2009 Magdeburger Geschichtsforum:"Die Gleichschaltung der Magdeburger Zeitungslandschaft im Dritten Reich am Beispiel des Faber-Verlages, der Magdeburgischen Zeitung und des General-Anzeigers"Ort: Kleiner Hörsaal in der Brandenburger Str. 9Referent:  Andreas Stein M.A.Die Geschichte der Presse- und Zeitungslandschaft in Magdeburg wurde bisher nur überblicksartig und etappenweise aufgearbeitet. Eine Untersuchungslücke für den Raum Magdeburg klaffte in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg. Während das Pressewesen auf reichsdeutschem Gebiet in dieser Zeit gut erforscht ist und es auch an ausführlichen Untersuchungen zu einzelnen politischen, konfessionellen oder zielgruppenbezogenen Medien nicht mangelt, stand eine Auswertung der umfangreichen, im Stadtarchiv Magdeburg lagernden Akten des traditionsreichen Faber-Verlages bislang noch aus, der die älteste mitteldeutsche Tageszeitung herausgab. Die Magisterarbeit füllt mit der Aufarbeitung dieser umfangreichen Aktenbestände vor allem diesen ‚weißen Fleck’ in der Magdeburger Pressegeschichte bis 1945 und entwirft ein lebensnahes Bild der Magdeburger Zeitungslandschaft in der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Sie beschreibt die Auswirkungen der Machtergreifung auf die redaktionellen Inhalte der bislang als bürgerlich-konservativ geltenden Magdeburgischen Zeitung und des eher unpolitischen General-Anzeigers, den äußerst harten Konkurrenzkampf mit der neu entstehenden NSDAP-Presse und ordnet die Gleichschaltung des Faber-Verlages ein. Durch die zahlreich vorhandenen Akten, die auch banalen und privaten Inhalts sind, ergaben sich erstaunliche Einsichten in die Arbeitsweise des Verlages und das Denken der Familie Faber, die im Angesicht der 300-jährigen Unternehmenstradition alles daran setzte, den Verlag zu erhalten.Andreas Stein studierte an der Otto-von-Guericke-Universität Germanistik und Geschichte und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freier Journalist bei verschiedenen Medien. Gegenwärtig absolviert er ein Volontariat bei der Magdeburger Volksstimme.
17.07.2009 Exkursion der Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland e.V. nach Egeln Treffpunkt:        Kirche am Markt in Egeln Zeit:                      10,00 UhrProgramm:
  1. Führung durch die Stadt und das Museum für Ur- und Frühgeschichte mit dem Museumsleiter, Herrn Lachmund (bis ca. 12 Uhr)
  2. bis ca. 13.00/13.30 Uhr Gelegenheit zum Mittagessen
  3. Treffen mit dem Pfarrer der katholischen Kirche, Informationen von Dr. Seehase zu kirchengeschichtlichen Fragen, z.B. über das Kloster Marienstuhl vor Egeln, dessen 750. Jahr der Gründung in diesem Jahr begangen wird.
  4. Besuch der ev. Kirche mit kurzer Einführung durch Dr. Seehase
  Organisation: Dr. Uwe Förster   Teilnehmer: Dr. Förster, Dr. Thomas, Dr. Seehase, Kötz und als Gast ein Herr Thiele  
06.10.2009 Vorstandssitzung des Geschichtsvereins Ort:                       Cafè am Domplatz Zeit:                      12,00 UhrTeilnehmer:       Dr. Bergner, Dr. Förster, Kötz und als Gast Fr. SzepanTagesordnung:Die Beratung diente der Vorbereitung der Teilnahme des Geschichtsvereins an der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ auf dem Magdeburger Hauptbahnhof vom 16. bis 18.11.2009. Unser Verein wird aus den Shoa-Interviews einige Personen mit Magdeburger Wurzeln auswählen. Von Frau Szepan wird dazu jeweils ein Kurzporträt erstellt, dass dann auf Schautafeln gedruckt werden kann und im Begleitprogramm der Ausstellung des Zuges gezeigt wird. 
03.11.2009 Magdeburger Geschichtsforum:"Staßfurt - die Wiege des Kalibergbaus"Ort: Universitätsbibliothek, VortragsraumReferent:  Herr Heinz-Jürgen Czerwienski, StaßfurtEtwa 40 Kilometer südlich von Magdeburg liegt die Stadt Stassfurt. Die gesamte Geschichte des Ortes, seinen Bekanntheitsgrad, seinen ehemaligen Reichtum und die derzeitigen Probleme basieren auf dem Mineral Salz. Begonnen hat alles schon im 12. Jahrhundert, als das "weiße Gold" in den Salinen produziert wurde und Staßfurt einen besonderen Reichtum bescherte. Mitte des 19. Jahrhundert wurden dann in Staßfurt weltweit erstmals Salzschächte geteuft. Mit dieser Evolution des Salz- und Kalibergbaus gab es eine rasante städtische Entwicklung. Es entstanden im so genannten "Salz-Fieber" diverse Nachfolgeindustrien, wie die chemische Industrie und der Schwermaschinenbau. Aber Wassereinbrüche in Schachtanlagen direkt im Bereich der Stadtmitte hatten verheerende Auswirkungen. Die gesamte typische Innenstadt, zu der Kirche, Rathaus und Schule gehörten, musste abgerissen werden und es entstanden Unmengen Freiflächen im Stadtzentrum. Erst die Möglichkeiten der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 waren Basis dafür, diese leeren Flächen zu gestalten und einen neuen Identifikationsstandort zu schaffen.Zum Referenten: Der Vorsitzende des Staßfurter Geschichtsvereins Heinz-Jürgen Czerwienski wird über diese Entwicklung des 30 000 Einwohner großen Ortes im Herzen Sachsen-Anhalts berichten. Er selbst ist Elektronik-Ingenieur. Als Stadtrat und später Amtsleiter war er bei der Stadt Staßfurt im Bereich der Kultur über 25 Jahre tätig. Mit dem Studium als Diplom- Rechtswissenschaftler entwickelte sich sein Interesse für die Stadtgeschichte und Denkmalpflege. Auf seine Initiative entstand das Staßfurter Stadt- und Bergbaumuseum und ein historischer Stadtrundgang. Mit seinem Ausscheiden aus der Tätigkeit gründete er einen Geschichtsverein. In dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat er mehrere Beiträge in der Regionalpresse verfasst und war Mitautor in Heimatschriften des Landkreises und der Stadt.  
16.11.2009 „Zug der Erinnerung“Ausstellung über die Deportation von Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und Europa in die nationalsozialistischen Vernichtungslager.Ort: Magdeburg-HauptbahnhofZeit: 16. bis 18. November 2009Der Geschichtsverein für Magdeburg und Umland beteiligte sich an dem Projekt und  stellte aus seinem Shoah-Projekt des ZeitzeugenArchivs Magdeburg „Jüdische Magdeburger Zeitzeugen des Holocaust“ auf einigen Schautafeln vor. Die Shoah-Foundation, Los Angeles, stellte dem ZAM fünf Video-Interviews zur Verfügung. In ihnen berichten in Magdeburg geborene Juden über ihr Schicksal während der NS-Herrschaft.  Die authentischen Aussagen ermöglichen eine weitere historische Aufarbeitung der NS-Verbrechen und die Vermittlung insbesondere im Schulunterricht und der Jugend- und Erwachsenenbildung.    
17.12.2009 9. MitgliederversammlungOrt: Umwelthaus, Magdeburg, Steubenallee 2Tagesordnung:
  1. Jahresbericht
  2. Kassenbericht
  3. Bericht der Kassenprüferinnen
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Wahl eines neuen Vorstands
  6. Mitglieder stellen ihre neuen Bücher vor
Nach der Entlastung des alten Vorstands erfolgte die Wahl eines neuen Vorstands. Gewählt wurden: Dr. Reinhard Bergner, Vorsitzender Dr. Uwe Förster, stellv. Vorsitzender und Schriftführer Dr. Michael Thomas, stellv. Vorsitzender Horst Kötz, Schatzmeister Dr. Ursula Föllner, Kassenprüferinn Dr. Saskia Luther, Kassenprüferinn   Im Anschluss stellte Herr Günter Hammerschmidt den zweiten Band seines Buches „Magdeburger Familien“ vor, der sich wieder in Wort und Bild mit der Geschichte und den Leistungen bekannter Familien im alten Magdeburg beschäftigt. Das Buch zeigt viele bisher unbekannte Bilder zur Firmen- und Technikgeschichte Magdeburgs. In der zweiten Buchvorstellung sprach Herbert Rasenberger über sein neues Buch „Vom süßen Anfang bis zum bitteren Ende“, das die Geschichte des Chemiebetriebes Fahlberg-List in Magdeburg behandelt. Beide Bücher sind im Buchhandel erhältlich. Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2009_12_17)  
15.06.2010 Magdeburger Geschichtsforum:„Zu spät gefeiert. Erzbischof Albrecht II. von Käfernburg und die Grundsteinlegung zu seinem gotischen Dom im September 1207“Ort: Dom, RemterReferent:  Martin GüntherSeit den Vorbereitungen für die 700-Jahr-Feierlichkeiten des Magdeburger Domes, die im Jahre 1909 stattfanden, bestand kaum mehr ein Zweifel: Die  Grundsteinlegung zum gotischen Dom fand im April 1209 statt. Eine einzelne wortgewaltige Wissenschaftler-Persönlichkeit hatte diese Auffassung durchgesetzt — mit Argumenten, die einer Überprüfung nicht standhalten, wie sich jetzt zeigt. Der Referent hat die verfügbaren Quellen des beginnenden 13. Jahrhunderts noch einmal gesichtet und in detaillierter Forschung alle relevanten Ereignisse der Jahre 1207 bis 1209 rekonstruiert. Dabei ergab sich in einigen Fällen ein überraschend anderes Bild als bisher angenommen, so dass es notwendig wurde, einzelne Vorgänge der damaligen Zeit ganz neu zu interpretieren. Das Ergebnis ist so einfach wie folgenreich: Der Grundstein zum gotischen Magdeburger Dom kann nicht im Jahre 1209 gelegt worden sein, sondern dieses wichtige Ereignis muss im September 1207 stattgefunden haben. ‑ Angesichts der inzwischen vergangenen gut 802 Jahre mutet diese Korrektur marginal an. Bei näherem Hinsehen jedoch birgt sie große Brisanz in sich, die auch auf den initiierenden Erzbischof Albrecht II. von Käfernburg ein völlig neues Licht wirft. Was beabsichtigte dieser geniale Geist, der nur fünf Monate nach dem Brand des ottonischen Doms bereits seinen von Grund auf neuen Bau begann? Welche geistigen Ideen brachte er aus seinem Studium in Frankreich mit? — Ideen, die sich bis heute im Bereich des Hohen Chores, des Chorumgangs und des Bischofsgangs Martin Günther studierte Mathematik, Theologie und Philosophie mit den Schwerpunkten Kirchen- und Philosophiegeschichte des 11. bis 14. Jahrhunderts. Er ist als Lektor und Buchsetzer in einem Verlagsunternehmen für geisteswissenschaftliche Literatur tätig. In seiner Freizeit leitet er das Team der Magdeburger Domführer/innen.  
23.11.2010 Magdeburger Geschichtsforum:Die Anfänge der späteren Reichsorganisation "Stahlhelm" in Magdeburg von 1918 bis 1919Ort: UniversitätsbibliothekReferent:  Dr. Joachim TautzDer Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, war über Jahre der größte politische Wehrverband in der Weimarer Republik. Gemeinsam bildete er mit der Deutschnationalen Volkspartei und der NSDAP die gegen die Demokratie gerichtete Harzburger Front. An der Regierung Hitlers war er seit Januar 1933 mit dem Reichsarbeitsminister Franz Seldte beteiligt, der dieses Amt bis 1945 ausübte, auch nachdem der Stahlhelm teilweise in die SA überführt und 1935 – nun als Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (Stahlhelm) aufgelöst wurde. Ursprünglich entstand der Stahlhelm als lokale Organisation um den Unternehmer Franz Seldte in Magdeburg, unmittelbar nach der Novemberrevolution, als eine Vereinigung, die sich gegen die Soldatenräte richtete, mit der Einwohnerwehr verquickt war und dabei nach außen so geschickt taktierte, dass er nicht deutlich als Gegner der neuen Republik erkennbar war. Während die Geschichte des Stahlhelms weitgehend aufgearbeitet wurde, ist die Gründungsgeschichte des Verbandes, aus dessen Magdeburger Kern nach wenigen Monaten eine Reichsorganisation hervorging, die wiederum innerhalb weniger Jahre zu einem Bund anwuchs, der nach Hunderttausenden zählte, nur bruchstückhaft erforscht. Der Historiker Dr. Joachim Tautz (Universität Oldenburg / Universität Vechta), der bereits eine Geschichte der Jugendorganisationen dieses Bundes vorgelegt hat, wird in seinem Vortrag auf der Grundlage von Archivstudien in Magdeburg und Berlin einen Einblick in die wenig bekannte Entstehungsgeschichte in Magdeburg vom November 1918 bis zum Sommer 1919 geben.  
15.12.2010 10. MitgliederversammlungOrt: Umwelthaus, Magdeburg, Steubenallee 2Zeit:                                      17,30 bis 19,30 UhrTeilnehmer:                      siehe AnwesenheitslisteTagesordnung:                 Jahresbericht (Vors. Dr. Reinhard Bergner)Kassenbericht (Schatzmeister Horst Kötz) Bericht der Kassenprüferinnen Entlastung des Vorstands   1. Begrüßung und Jahresbericht  durch Dr. Bergner - viele Mitglieder haben sich entschuldigt, darunter auch Frau Dr. Ballerstedt - die Anwesenden stellen sich kurz vor, wobei Herr Hammerschmidt auf den neu gegründeten Arbeitskreis Familien- und Festungsgeschichte - Herr Przyborowski weist auf seine Publikation zur Lutherstube im Augustinerkloster hin   2. Kassenbericht durch Horst Kötz - der Bericht wurde durch die Kassenprüferinnen geprüft und ist ohne Anmerkungen von ihnen zurückgeschickt worden - Exemplar des Kassenberichts ist dem Protokoll beigefügt   Diskussionsrunde: - Bericht über das vergangene Vereinsjahr durch Herrn Dr. Förster mit Hinweisen auf anstehende Exkursion nach Erxleben (Schlosskirche) im Mai 2011; den Vortrag von Martin Günther über Erzbischof Albrecht (Februar); die Vortragsreihe in der Universitätsbibliothek; die Fortschritte beim Zeitzeugenarchiv (Einstellung der 5 Shoah-Interviews) - Mitteilung von Dr. Bergner bezüglich des 2. Bands von „Parthenopolis“; Guido Heinrich und sein Verlag sollen vorerst Partner bleiben, auch wenn keine Klarheit über das Erscheinen von Band 2 besteht - Herr Dr. Thomas stellt eine Publikation vor: Vom königl. Polizeipräsidium zur Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei. Die Magdeburger Polizei im Gebäude Halberstädter Straße 2 zwischen 1915 und 1989 - es wird angeregt, die Termine innerhalb der Stadt besser abzustimmen; eine zufriedenstellende Lösung dieses Problems scheint jedoch nicht möglich zu sein, aufgrund der organisatorischen Struktur der Internetplattform und städtischen Verwaltung - Herr Dr. Lusiardi stellt die Schenkung eines von der Historischen Kommission herausgegebenen Publikation an den Verein in Aussicht - Herr Przyborowski stellt in einigen Bildern Aspekte der Stassfurter Geschichte vor und erinnert zugleich an die Exkursion des Vereins   Herr Johannes Richter stellte das Puppentheaterarchiv und die damit verbundene Arbeit vor, wobei er auch auf die Geschichte des Puppenspiels in Magdeburg einging.   Frau Bernick, neues Mitglied im Geschichtsverein berichtete von ihrer Arbeit in der Schlosskirche Erxleben. Ihr Spezialgebiet ist die Geschichte der Familie der Alvenslebens. Sie bot sich an, eine Exkursion nach Erxleben zu orgenisieren. Möglicher Termin der Exkursion des Vereins könnte der 14.5.2011 sein; besichtigt werden könnten Kirche und (eventuell) das Schloss Ergebnisse und Beschlüsse siehe Protokoll (MV-Protokoll_2010_12_15)  
15.02.2011 Magdeburger Geschichtsforum:Ein ungewöhnliches spirituelles Programm: Erzbischof Albrechts ursprüngliche Pläne für seinen neuen gotischen Dom in MagdeburgOrt: UniversitätsbibliothekReferent:  Martin GüntherNachdem nun erwiesen ist, dass Erzbischof Albrecht bereits fünf Monate nach dem Brand des romanischen Domes, also schon Ende September 1207, mit dem Neubau des gotischen Domes begann, entsteht unweigerlich die Frage, weshalb er es so eilig hatte mit seinen Plänen, die so gar nicht das Wohlwollen der Magdeburger Domherren und der Magdeburger Bürger fanden. Gab es einen Beweggrund, gab es eine geistige Idee, die ihn so sehr in ihren Bann zog, dass er sie unbedingt in Magdeburg verwirklichen wollte? Diese Frage lässt sich überraschenderweise auch nach über 800 Jahren noch beantworten. Der Schlüssel dazu ist das berühmte »Goldschmidt-Portal«, das Erzbischof Albrecht hatte bauen lassen, das dann aber wieder abgebaut wurde und dessen Skulpturen und Reliefs glücklicherweise im Hohen Chor des Domes bis heute erhalten geblieben sind. Neueste Forschung hat zweifelsfrei erwiesen, dass das »Goldschmidt-Portal« eine verkleinerte Nachbildung des mittleren der drei Westportale der Kathedrale Notre Dame in Paris werden sollte. Durch intensives Studium dieses Portals in Paris und der französischen Forschungsliteratur ist es dem Referenten gelungen, der Antwort auf die Spur zu kommen. An der Kathedrale Notre Dame in Paris wurde in der Zeit, in der Albrecht dort war, eine sehr ungewöhnliche Form von Spiritualität gelebt — eine Form, die heute niemand mehr erahnt, weil sie vollkommen in Vergessenheit geraten ist. In den Reliefs am mittleren Westportal in Paris — und in den Reliefs im Magdeburger Dom — ist sie verewigt. Kann es sein, dass diese Form von Spiritualität der Grund war, weshalb Albrecht so vehement den kompletten Neubau des Domes verfolgte? Wollte er eine solche Spiritualität auch nach Magdeburg holen? Kann  es sein, dass er sich damit jedoch nicht durchsetzen konnte, weil nach den ersten Bauplanänderungen, noch zu seinen Lebzeiten, der Magdeburger Dom ganz anders wurde als von ihm ursprünglich geplant? Martin Günther studierte Mathematik, Theologie und Philosophie mit den Schwerpunkten Kirchen- und Philosophiegeschichte des 11. bis 14. Jahrhunderts. Er ist als Lektor und Buchsetzer in einem Verlagsunternehmen für geisteswissenschaftliche Literatur tätig. In seiner Freizeit leitet er das Team der Magdeburger Domführer/innen.  
14.05.2011 Exkursion nach Erxleben:Führung durch Frau Bernick und Mitglieder des Förderkreises.
  • Besichtigung der Schloßkirche mit Besteigung des Hausmannsturms
  • Kaffeerunde und anschließende Schloßbesichtigung. Zu DDR-Zeiten als Schule genutzt, steht es jetzt leer und verfällt. Unter sachkundiger Führung konnten viele Räume besichtigt werden, die sonst verschlossen sind.
  • Rundgang durch den Park.
Die Exkursion war eine gelungene Veranstaltung, was jedoch leider nur 6 Vereinsmitglieder genutzt haben.  
28.09.2011 Exkursion:„Besichtigung des Landeshauptarchivs in Magdeburg“Ort: Magdeburg, BrückfeldDie Führung gestaltete unser Mitglied Dr. Ralf Lusiardi. Er berichtete über die Geschichte des Archivs und den Neubau.In einem Rundgang wurde das moderne Magazingebäude und der Benutzersaal mit den modernsten technischen Hilfsmitteln besichtigt. Neu ist die Möglichkeit, die Bibliothek zu nutzen, was den direkten Zugang zu allen Findbüchern gestattet. Für Forschungen zur Geschichte Magdeburgs und des Umlandes ist die Präsentation von Beständen, die bisher in Wernigerode lagerten, am Standort Magdeburg von besonderem Interesse.  
19.12.2011 11. MitgliederversammlungOrt: Umwelthaus, Steubenallee 2An der Mitgliederversammlung nahmen 10 Mitglieder von 30 teil. Nach Rechenschaft- und Kassenbericht, den die Kassenprüferinnen bestätigt hatten, wurde der alte Vorstand entlastet.Zur Wiederwahl standen die alten "Vorständler" wieder zur Verfügung, verstärkt durch Dr. Kerstin Dietzel, neues Mitglied im GVM.Die Kandidaten wurden gewählt, Wahlleiter war Dr. Lusiardi. Arbeitsaufgaben für 2012: - Herausgabe "Parthenopolis" Bd. 2 - Vorträge im Geschichtsforum - Zeitzeugenarchiv - Exkursion, Vorschläge erwünscht - Neugestaltung des Internetauftritts    
Dezember 2016 Jahresabschluß 2016 Dr. Uwe Förster gibt den Rechenschaftsbericht, der einstimmig angenommen wird. Die Diskussion entwickelt sich vor allem um das Thema "Wie weiter mit dem GVMU". Gibt es Möglichkeiten einer Zusammenarbeit oder eines Zusammenschlusses mit anderen Vereinen der Stadt. Mehrheitlich wurde gewünscht, Parthenopolis III in 2017 herauszugeben. Nächste Vorstandssitzung dazu Kostenermittlung und Terminierung. Da die Kassenprüferin nicht teilnehmen konnte, macht sihc ein Wiederholungstermin für die Veranstaltung erforderlich. Der Vorsitzende wird dazu einladen.