Herzlich Willkommen
beim Magdeburger Geschichtsverein.
Bitte schauen Sie sich um, lernen Sie unseren Verein kennen!
Wir sind neugierig auf Ihre Fragen, Ideen und kritischen Anregungen und freuen uns auf einen Kontakt mit Ihnen!
Hoffentlich auf bald grüßt Sie für den Vorstand
Dr. Reinhard Bergner
(Vorsitzender)
Vorankündigung zum Magdeburger Geschichtsforum im November 2010 (23. oder 30.11.)
Der Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten war über Jahre der größte politische Wehrverband in der Weimarer Republik. Gemeinsam bildete er mit der Deutschnationalen Volkspartei und der NSDAP die gegen die Demokratie gerichtete Harzburger Front. An der Regierung Hitlers war er seit Januar 1933 mit dem Reichsarbeitsminister Franz Seldte beteiligt, der dieses Amt bis 1945 ausübte, auch nachdem der Stahlhelm teilweise in die SA überführt und 1935 – nun als Nationalsozialistischer Deutscher Frontkämpferbund (Stahlhelm) – aufgelöst wurde.
Ursprünglich entstand der Stahlhelm als lokale Organisation um den Unternehmer Franz Seldte in Magdeburg unmittelbar nach der Novemberrevolution als eine Vereinigung, die sich gegen die Soldatenräte richtete, mit der Einwohnerwehr verquickt war und dabei nach außen so geschickt taktierte, dass er nicht deutlich als Gegner der neuen Republik erkennbar war. Während die Geschichte des Stahlhelms weitgehend aufgearbeitet wurde, ist die Gründungsgeschichte des Verbandes, aus dessen Magdeburger Kern nach wenigen Monaten eine Reichsorganisation hervorging, die wiederum innerhalb weniger Jahre zu einem Bund anwuchs, der nach Hunderttausenden zählte, nur bruchstückhaft erforscht.
Der Historiker Dr. Joachim Tautz (Universität Oldenburg / Universität Vechta), der bereits eine Geschichte der Jugendorganisationen dieses Bundes vorgelegt hat, wird in seinem Vortrag auf der Grundlage von Archivstudien in Magdeburg und Berlin einen Einblick in die wenig bekannte Entstehungsgeschichte in Magdeburg vom November 1918 bis zum Sommer 1919 geben.
Letzte Änderung: 10.07.2010 um 16:57
