Buchvorstellungen

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen in loser Folge die aktuellen Neuerscheinungen zur Stadt-, Regional- und Landesgeschichte vor und bieten Ihnen zusätzliche Informationen zu den einzelnen Titeln (Rezensionen, Kurzdarstellungen etc.). Für Anregungen zur Besprechung neuer Buchtitel und Broschüren sind wir stets offen!

Neuerscheinungen 2008

Neue Biographie über Magdeburgs Flugpionier

Es ist erst 100 Jahre her, seit die ersten Flugzeuge ihre Hüpfer über den Boden vollführten. Zu den Flugpionieren gehörte auch Hans Grade (1879-1946). Magdeburg wurde dabei für ihn zum Ausgangspunkt für seine später in Berlin erreichten Erfolge als Pilot, Flugzeugbauer und Automobilproduzent. Hier, an der Elbe, auf dem Cracauer Anger, nutzte er die einjährige Militärzeit für die Konstruktion seines ersten Flugzeugs. Bereits vorher war er durch die Gründung der Grade-Motorenwerke und zahlreiche Patente in Magdeburg und darüber hinaus bekannt geworden. Am 2.11.1908 gelang ihm mit einem Dreidecker sein erster Flug. Kurze Zeit später verlässt Hans Grade Magdeburg und gründet, mit anderen, in Bork bei Berlin ein Werk zur Herstellung von Flugzeugen. Das Ende des 1. Weltkrieges bringt auch das Ende dieses Werkes mit sich. Im Automobilbau gelingt dem erfindungsreichen Ingenieur ein Neuanfang, mit großem Erfolg. Aber die Währungs- und Wirtschaftskrisen der 1920-er Jahre lassen auch dieses Kapitel enden. Trotzdem setzt Hans Grade seine Tätigkeit fort, entwickelt Getriebe, Motoren und andere Elemente für den Fahrzeugbau. Von den Nationalsozialisten lässt er sich nicht vereinnahmen. Vielmehr hält er die Freundschaft und Beziehungen zu jüdischen Bekannten und politisch Andersdenkenden aufrecht und unterstützte sie nach Kräften.
Karl-Dieter Seifert, einer der renommiertesten deutschen Luftfahrthistoriker, zeichnet den bemerkenswerten Lebensweg Hans Grades minutiös nach. Die auf jeder Seite zu bemerkende Genauigkeit der Recherchen gerät jedoch nicht zu einer langweiligen Auflistung der Fakten. Enstanden ist vielmehr eine anschauliche und außerordentlich informative Lektüre, die durch zahlreiche Fotografien ergänzt wird, deren Beschaffung allein schon ein Abenteuer gewesen sein dürfte.

Karl-Dieter Seifert: Hans Grade, Ingenieur – Flugpionier – Automobilbauer. Ein Leben in stürmischen Zeiten. ost-nordost Verlag, Magdeburg 2008


Günter Hammerschmidt (Hrsg.)
Magdeburger Familien
in Handel, Gewerbe, Industrie, Wissenschaft und Verwaltung
 
Selbstverlag Magdeburg 2008
1. Auflage
4°, 374 S., Zahlr. Abb., gebunden
Preis: 27,50 Euro

Zum Buchinhalt:

In Zeit nach der Zerstörung Magdeburgs am 10. Mai 1631 gab es von den einst hier ansässigen bekannten Einwohnern nur noch die Familien Alemann, Gericke (Guericke), Syburg Lutterroth, Rode und Westphal.

Unter der Leitung von Otto v. Guericke wurde in einer relativ kurzen Zeit die Stadt wieder aufgebaut. Waren es im Mittelalter und auch in der Reformationszeit einzelne Bürger, die Magdeburg weithin sichtbar machten, so sind es mit dem Eintritt in das Zeitalter von Handel, Gewerbe und Industrie ganze Familien, die Magdeburg zu seinem guten Ruf verhalfen. Zu diesen Familien zählen beispielsweise die Baensch, Bonte, Coqui, Duvigneau, Faber, Gerecke, Gruson, Hauswald, Hubbe, Mittag, Nathusius, Wolf und weitere. In diesem Buch werden bekannte, aber auch heute nicht mehr so bekannte Familien vorgestellt. Einzelne Mitglieder dieser Familien waren in der Vergangenheit besonders erfolgreich in ihrer Arbeit.Herkunft, Beruf, Handelstätigkeit, Betriebsaufbau, Familiengründung usw. werden möglichst ausführlich beschrieben und durch Bildmaterial anschaulich ergänzt. Zu jeder der vorgestellten Familien gibt es eine Stammtafel.. Die vorgestellten Familien repräsentieren über 100 verschiedene Berufe, von denen es heute etliche gar nicht mehr gibt.

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Fa. Riedel-Wehner-Krüger OHG - Buchhandlung Lesefieber

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STADTGESCHICHTE

Magdeburg aus der Luft
Verlag Janos Stekovic, Dössel, 2005
1.Auflage
232 Seiten, 403 meist farbige Fotos, gebunden, Schutzumschlag
ISBN 3-89923-095-7
Preis: 35,00 Euro

Von den mehr als 100 Neuerscheinungen über Magdeburg zum 1200-jährigen Stadtjubiläum beschäftigen sich nur wenige Bücher mit der Gegenwart der Stadt. Eines trägt den Titel „Magdeburg aus der Luft“, ist ein reich bebilderter und sehr gut edierter Bild-Text-Band mit Luftbildaufnahmen und unterhaltsamen Texten über das Magdeburg von heute. Eingeleitet wird der Überflug mit einem historischen Exkurs zur Geschichte des Fliegens, der Luftbildfotografie und besonderen Momenten der Stadtentwicklung, die bereits in früheren Zeiten durch Luftaufnahmen oder Zeichnungen in der Vogelperspektive dokumentiert wurden. Über 400 Abbildungen auf 232 Seiten bieten einen einmaligen Blick über die Stadt. Jeder Stadtteil wird einzeln dargestellt. Das Buch dokumentiert Stadtentwicklung insbesondere in den vergangenen 15 Jahren. Es sei Neu- und Altmagdeburgern, Ehemaligen und vor allem Magdeburgern in Spe sehr empfohlen.

Rezension

Neuerscheinungen 2005

SPRACHGESCHICHTE

Das Machdeburjer Wörterbuch

Föllner Ursula (Hg.)
Das Machdeburjer Wörterbuch. Eine Plauderei über die Sprache unserer Stadt.

Mit Zeichnungen von Peter Dunsch
Oschersleben: Dr. Ziethen Verlag 2005
1.Auflage

8°, 96 S. mit zahlreichen Abb.  (geb.)
ISBN: 3-938380-21-7
Preis: 10,10 Euro

Pressemittelung: Magdeburger Volkstimme 16.09.05

"Da kannste nicht meckern" -des Magdeburgers höchstes Lob ist heute in eigener Sache angebracht. Schließlich geht's um etwas Ureigenes: die "Machdeburjer Sproache". Sie macht das Eisbein zum "Bötel", den Garten zum "Jarrten", den Grünkohl zum "Braunkohl" - und den "Machteburjer" zu einem liebenswerten Menschenschlag. Ich mag diesen Sound der Stadt, dem sich auch die Wissenschaft widmet.
Uni-Germanistin Dr. Ursula Föllner schrieb mit Co-Autoren ein "Machteburjer Wörterbuch".

Rezension

 

SPORTGESCHICHTE

Magdeburg - Historische Sportstätten mit Stadtplan

Magdeburg(2005).
Historische Sportstätten mit Stadtplan

hrsg. vom 
Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V.
Magdeburg: MDprint Mediencenter
Preis: 5,00 Euro
(für Vereinsmitglieder 4,00Euro)

 

Neuerscheinungen 2004

ZEITGESCHICHTE

Ein KZ in der Nachbarschaft

Tobias Bütow / Franka Bindernagel
Ein KZ in der Nachbarschaft. Das Magdeburger Außenlager der Brabag und der „Freundeskreis Himmler“
Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag
2003
8°, farb. illustrierter Pappbd., 228 S., [2] Bl., 18 s/w-Abb.
ISBN: 3-412-09303-3
Preis: 19,90 Euro

 

Im Jahr 2003 erschien im Böhlau Verlag das Buch „Ein KZ in der Nachbarschaft. Das Magdeburger Außenlager der Brabag und der <Freundeskreis  Himmler>“. Die beiden noch jungen Historiker Franka Bindernagel und Tobias Bütow haben in einer umfangreichen Studie hunderte Dokumente eines der verabscheuungswürdigsten Kapitel der Geschichte des Nationalsozialismus zusammengetragen. Das Buch fragt nach den Gründen für die Entstehung von Konzentrations-Außenlagern, untersucht die wirtschaftlich ergiebige Ausbeutung der jüdischen Häftlinge und schildert schonungslos die Verbrechen in den Lagern. Es deckt zudem die Verflechtung der Wirtschaftseliten mit der NSDAP, der SS und den Konzentrationslagern auf. Ein nicht nur neues, sondern auch wichtiges Kapitel liegt in den zusammengetragenen Erinnerungen von Überlebenden und „Nachbarn“ des Konzentrations-Außenlagers „MAGDA“ in Magdeburg-Rothensee. Die historische Erforschung und Aufarbeitung des Lagers „MAGDA“ hat in Bütows Heimatstadt Magdeburg zum Nachdenken und letztendlich auch zum Gedenken angeregt.

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THEOLOGIE

Biblische Aufkl&auml;rung

Mark Pockrandt
Biblische Aufklärung. Biographie und Theologie der Berliner Hofprediger August Friedrich Wilhelm Sack (1703-1786) und Friedrich Samuel Gottfried Sack (1738-1817)
Arbeiten zur Kirchengeschichte, Band 86
Berlin, New York: De Gruyter
2003
Gr.-8°, geb., XV, 773 S., [1] Bl., 2 Abb.
Preis: 98 Euro
ISBN: 3-11-017836-2

August Friedrich Wilhelm Sack und sein Sohn Friedrich Samuel Gottfried gehörten als Hauptvertreter der sog. Neologie nicht nur zu den führenden Berliner Hofgeistlichen. Die Lebenswege der beiden dem reformierten Glaubensbekenntnis und den Anschauungen der Aufklärung verbundenen Prediger waren zudem eng mit der Geschichte Magdeburgs im 18. Jahrhundert verknüpft. Der Band zeichnet aus theologischer Perspektive den Lebensweg und die Entwicklung der theologischen Auffassungen der Hofprediger nach und gibt bemerkenswerte Einblicke in die geistigen Auseinandersetzungen der Zeit.

Besprechung demnächst hier!

 

 

MUSIKGESCHICHTE

Eckart Kleßmann
Georg Philipp Telemann
Reihe: Hamburger Köpfe,
hrsg. von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
Hamburg: Ellert & Richter Verlag 2004
8°, geb., 140 S., mit zahlr. farb. und s/w-Abb.
Beilage: 1 CD
Preis: 19,95 Euro
ISBN: 3-8319-0159-7

Im Ellert & Richter Verlag Hamburg erschien eine Biographie zum Magdeburger Barockkomponisten Georg Philipp Telemann. Das literarische Porträt setzt  die Reihe „Hamburger Köpfe“ fort, die von der Ebelin und Gerd Bucerius ZEIT-Stiftung herausgegeben wird. Georg Philipp Telemann war einer der bedeutendste Komponisten des Hoch- und Spätbarock und überragte an Popularität sogar seine Zeitgenossen Händel und Bach.
Über die Hälfte seines Lebens wirkte Telemann in Hamburg. 1721 in die freie Reichs- und Hansestadt berufen, war er  46 Jahre als Kantor am Johanneum, Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen und als Chef der Hamburger Oper tätig. Jetzt entdeckt die nördliche Stadt an der Elbe den musikalischen Maler von der mittleren Elbe für sich, lässt ihm späte aber auch würdige Ehrung zukommen. Das Buch von Eckart Kleßmann enthält eine CD u.a. mit der Kantante „Alles redet itzt und singet“, die 2004 die 17. Magdeburger Telemann-Festtage eröffnete. Dort hatte das Buch auch seine Magdeburger Premiere.

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