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Vereinschronik des Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland

 


 

Chronik 2009
 
 
 
17.12.2009
 
9. Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins
 
Ort:                            Vortragsraum im Landesheimatbund Steubenallee
Zeit:                            17,30 bis 1930 Uhr
Teilnehmer:               siehe Anwesenheitsliste
Tagesordnung:          Jahresbericht
                                   Kassenbericht
                                   Bericht der Kassenprüferinnen
                                   Entlastung des Vorstands
                                   Wahl eines neuen Vorstands
                                   Mitglieder stellen ihre neuen Bücher vor
 
Nach der Entlastung des alten Vorstands erfolgte die Wahl eines neuen Vorstands. Gewählt wurden:
                                   Dr. Reinhard Bergner, Vorsitzender
                                   Dr. Uwe Förster, stellv. Vorsitzender und Schriftführer
                                   Dr. Michael Thomas, stellv. Vorsitzender
                                   Horst Kötz, Schatzmeister
                                   Dr. Ursula Föllner, Kassenprüferinn
                                   Dr. Saskia Luther, Kassenprüferinn
 
Im Anschluss stellte Herr Günter Hammerschmidt den zweiten Band seines Buches „Magdeburger Familien“ vor der sich wieder in Wort und Bild mit der Geschichte und den Leistungen bekannter Familien im alten Magdeburg beschäftigt. Das Buch zeigt viele bisher unbekannte Bilder zur Firmen- und Technikgeschichte Magdeburgs.
In der zweiten Buchvorstellung sprach Herbert Rasenberger über sein neues Buch „Vom süßen Anfang bis zum bitteren Ende“, das die Geschichte des Chemiebetriebes Fahlberg-List in Magdeburg behandelt.
Beide Bücher sind im Buchhandel erhältlich.
 
 
 
08.12.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort:                            Vereinsbüro Landesheimatbund Steubenallee
Zeit:                            17,30 bis 1930 Uhr
Teilnehmer:               Dr. Bergner, Dr. Förster, Dr. Thomas, Kötz
 
Hauptinhalt der Vorstandssitzung war die Vorbereitung der Mitgliederversammlung, die am 17.12.2009 durchgeführt werden soll.
 
Protokoll:
 
 
09.11.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort:                            Vereinsbüro Landesheimatbund Steubenallee
Zeit:                            17,30 bis 1930 Uhr
Teilnehmer:               Dr. Bergner, Dr. Förster, Dr. Thomas, Kötz und als Gast Hr. Anders
 
Herr Michael Anders berichtete dem Vorstand über seine Mitarbeit an der neuen Chronik von Buckau, die anlässlich des Jubiläums zur Verleihung des Stadtrechts an Buckau erscheinen sollte. Die sehr umfangreiche Arbeit soll auf Grund von finanziellen Problemen 2010 erscheinen.
 
Protokoll:
 
 
03.11.2009
 
Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
 
Veranstaltungsort: Universitätsbibliothek Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 30
Moderation:  Dr. Uwe Förster
Referent:       Heinz-Jürgen Czerwienski,
 
Thema:           „Staßfurt – Die Wiege des Kalibergbaus“
 
Etwa 40 Kilometer südlich von Magdeburg liegt die Stadt Staßfurt. Die gesamte Geschichte des Ortes, seinen Bekanntheitsgrad, seinen ehemaligen Reichtum und die derzeitigen Probleme basieren auf dem Mineral Salz.
Begonnen hat alles schon im 12. Jahrhundert, als das "weiße Gold" in den Salinen produziert
wurde und Staßfurt einen besonderen Reichtum bescherte.
Mitte des 19. Jahrhundert wurden dann in Staßfurt weltweit erstmals Salzschächte geteuft. Mit dieser Evolution des Salz- und Kalibergbaus gab es eine rasante städtische Entwicklung. Es entstanden im so genannten "Salz-Fieber" diverse Nachfolgeindustrien, wie die chemische Industrie und der Schwermaschinenbau.
Aber Wassereinbrüche in Schachtanlagen direkt im Bereich der Stadtmitte hatten verheerende Auswirkungen. Die gesamte typische Innenstadt, zu der Kirche, Rathaus und Schule gehörten, musste abgerissen werden und es entstanden Unmengen Freiflächen im Stadtzentrum.
Erst die Möglichkeiten der Internationalen Bauausstellung IBA 2010 waren Basis dafür, diese leeren Flächen zu gestalten und einen neuen Identifikationsstandort zu schaffen.
 
Zum Referenten:
Der Vorsitzende des Staßfurter Geschichtsvereins Heinz-Jürgen Czerwienski wird über diese Entwicklung des 30 000 Einwohner großen Ortes im Herzen Sachsen-Anhalts berichten. Er selbst ist Elektronik-Ingenieur. Als Stadtrat und später Amtsleiter war er bei der Stadt Staßfurt im Bereich der Kultur über 25 Jahre tätig. Mit dem Studium als Diplom- Rechtswissenschaftler entwickelte sich sein Interesse für die Stadtgeschichte und Denkmalpflege. Auf seine Initiative entstand das Staßfurter Stadt- und Bergbaumuseum und ein historischer Stadtrundgang. Mit seinem Ausscheiden aus der Tätigkeit gründete er einen Geschichtsverein. In dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat er mehrere Beiträge in der Regionalpresse verfasst und war Mitautor in Heimatschriften des Landkreises und der Stadt.
 
Besucher: 25 Personen
 
 
06.10.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort:                            Cafè am Domplatz
Zeit:                            12,00 Uhr
Teilnehmer:               Dr. Bergner, Dr. Förster, Kötz und als Gast Fr. Szepan
Tagesordnung:
Die Beratung diente der Vorbereitung der Teilnahme des Geschichtsvereins an der Ausstellung „Zug der Erinnerung“ auf dem Magdeburger Hauptbahnhof vom 16. bis 18.11.2009. Unser Verein wird aus den Shoa-Interviews einige Personen mit magdeburger Wurzeln auswählen. Von Frau Szepan wird dazu jeweils ein Kurzportät erstellt, dass dann auf Schautafeln gedruckt werden kann und im Begleitprogramm der Ausstellung des Zuges gezeigt wird.
 
 
18.07.2009
 
Exkursion der Geschichtsvereins für Magdeburg und Umland e.V. nach Egeln
 
Treffpunkt:    Kirche am Markt in Egeln
Zeit:                10,00 Uhr
Programm:

  1. Führung durch die Stadt und das Museum für Ur- und Frühgeschichte mit dem Museumsleiter, Herrn Lachmund (bis ca. 12 Uhr)
  2. bis ca. 13.00/13.30 Uhr Gelegenheit zum Mittagessen
  3. Treffen mit dem Pfarrer der katholischen Kirche, Informationen von Dr. Seehase zu kirchengeschichtlichen Fragen, z.B. über das Kloster Marienstuhl vor Egeln, dessen 750. Jahr der Gründung in diesem Jahr begangen wird.
  4. Besuch der ev. Kirche mit kurzer Einführung durch Dr. Seehase
 
Organisation: Dr. Uwe Förster
 
Teilnehmer: Dr. Förster, Dr. Thomas, Dr. Seehase, Kötz und als Gast ein Herr Thiele
 
 
 
23.06.2009
 
Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
 
Veranstaltungsort: Kleiner Hörsaal in der Brandenburger Str. 9
 
Moderation: Dr. Uwe Förster
 
Referent: Andreas Stein M.A.
 
Thema:           "Die Gleichschaltung der Magdeburger Zeitungslandschaft im Dritten Reich am Beispiel des Faber-Verlages, der Magdeburgischen Zeitung und des General-Anzeigers"
Die Geschichte der Presse- und Zeitungslandschaft in Magdeburg wurde bisher nur überblicksartig und etappenweise aufgearbeitet. Eine Untersuchungslücke für den Raum Magdeburg klaffte in der Zeit zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg. Während das Pressewesen auf reichsdeutschem Gebiet in dieser Zeit gut erforscht ist und es auch an ausführlichen Untersuchungen zu einzelnen politischen, konfessionellen oder zielgruppenbezogenen Medien nicht mangelt, stand eine Auswertung der umfangreichen, im Stadtarchiv Magdeburg lagernden Akten des traditionsreichen Faber-Verlages bislang noch aus, der die älteste mitteldeutsche Tageszeitung herausgab.
Die Magisterarbeit füllt mit der Aufarbeitung dieser umfangreichen Aktenbestände vor allem diesen ‚weißen Fleck’ in der Magdeburger Pressegeschichte bis 1945 und entwirft ein lebensnahes Bild der Magdeburger Zeitungslandschaft in der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Sie beschreibt die Auswirkungen der Machtergreifung auf die redaktionellen Inhalte der bislang als bürgerlich-konservativ geltenden Magdeburgischen Zeitung und des eher unpolitischen General-Anzeigers, den äußerst harten Konkurrenzkampf mit der neu entstehenden NSDAP-Presse und ordnet die Gleichschaltung des Faber-Verlages ein. Durch die zahlreich vorhandenen Akten, die auch banalen und privaten Inhalts sind, ergaben sich erstaunliche Einsichten in die Arbeitsweise des Verlages und das Denken der Familie Faber, die im Angesicht der 300-jährigen Unternehmenstradition alles daran setzte, den Verlag zu erhalten.
Andreas Stein studierte an der Otto-von-Guericke-Universität Germanistik und Geschichte und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freier Journalist bei verschiedenen Medien. Gegenwärtig absolviert er ein Volontariat bei der Magdeburger Volksstimme.
 
 
 
04.06.2009
 
Vortrag
 
Ort: Technikmuseum Magdeburg, Dodendorfer Str.
 
Thema: Geschichte und Bedeutung der Familie Gruson
 
Referent: Herr Günter Hammerschmidt
 
Der Referent beschrieb die Geschichte der aus Flandern stammende Familie Gruson, die als Glaubensflüchtlinge 1656 aus der Nähe von Lille nach Mannheim und von da nach Magdeburg kamen, um hier Schutz und ein neues Zuhause zu finden. Bis in die 6. Generation waren die Grusons Landwirte, Böttcher, Branntweinbrenner, Brauer, Färber, Loh- und Weißgerber. Ab der 7. Generation, mit Louis Gruson, begann der Einstieg in die technischen Berufe. In der 8. Generation sind besonders die Brüder Hermann Gruson Sen. und Otto Gruson Sen. hervorzuheben.
Schwerpunkt des Vortrages war das Lebenswerk des Ingenieurs und Fabrikbesitzers Hermann Gruson Sen. Es wird aber auch auf alle anderen Mitglieder der Magdeburger Linie eingegangen. Die Ausführungen wurden durch eine Vielzahl von Bildern veranschaulicht.
 
 
28.05.2009
 
Stammtisch des GVMU
 
Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2
 
Thema:           Vorstellung des neuen Arbeitskreises „Biografisches Forschen“
 
 
 
28.04.2009
 
Vortrag des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt
 
Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2
 
Thema:           „Parthenopolis“ Jahrbuch für Kultur- und Stadtgeschichte Magdeburgs, hrsg. vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V. Verlag und Verein stellen sich vor..
 
Referent: Dr. Guido Heinrich
 
Moderation: Herr Manfred Köppe, Vizepräsident des LHB, Regionalbüro Magdeburg
 
Dr. Heinrich stellte seinen Verlag und das neue Jahrbuch „Parthenopolis“ vor und berichtete über die Entstehung und den Inhalt des Buches. Die Rolle des GVMU als Herausgeber bei der inhaltlichen Gestaltung und Finanzierung des Projektes wurde ausführlich dargelegt.
Die Veranstaltung wurde von 10 Personen besucht, darunter von Vorstand des GVMU Dr. Uwe Förster und Horst Kötz.
 
 
23.04.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2
 
Teilnehmer: Dr. Reinhard Bergner, Dr. Uwe Förster, Horst Kötz
 
Protokoll: Protokoll 23.4.2009.rtf
 
 
16.04.2009
 
Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
 
Veranstaltungsort: Kleiner Hörsaal in der Brandenburger Str. 9
 
Moderation: Dr. Uwe Förster
 
Referent: Dr. des. Christian Forster
 
Thema:           "Der ehemalige Sommerremter von Unser Lieben Frauen in Magdeburg und seine Spolien"
 
Wenn die jüngsten Beiträge zur ottonischen Domplatzkirche erneut die Aufmerksamkeit auf jene antiken Säulenschäfte gelenkt haben, die im Magdeburger Dom und im Domremter verbaut sind, ist der Bau mit der nächstgrößten Spoliendichte bisher noch kaum gewürdigt worden. Die Rede ist vom so gen. Sommerremter des Liebfrauenklosters, der immerhin noch drei marmorne Säulenschäfte und ein Kapitell aus diesem Material enthielt. Bei der Bombardierung der Stadt im Januar 1945 zerstört, wurde dieser Saal nicht wieder rekonstruiert, da seine Stützenglieder nur noch zertrümmert geborgen werden konnten. Sie sind seither aus dem Blick der Forschung geraten.
Der Referent geht zwei Fragen nach: Wann gelangten die antiken Stücke ins Marienkloster? Mit der Antwort verknüpfen sich Thesen zum unmittelbar vorhergehenden Standort in Magdeburg. Dass Kaiser Otto I. die Spolien aus Italien beschaffte, ist nicht in Zweifel zu ziehen. Unabhängig vom symbolischen Gehalt einer solchen Maßnahme, wüsste man gerne, woher genau er sie genommen hatte, denn dies ist nicht überliefert. Die zweite Frage, die auf die Gesamtheit des Spolienbestandes zielt, lautet daher: Geben die Stücke selbst Hinweise auf ihre Provenienz? Was wissen wir davon, in welchem Zustand sich die antiken Bauten Italiens im 10. Jahrhundert befanden?
Dr. des. Christian Forster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zusammen mit Dr. Heiko Brandl verfasst er den Kunstdenkmälerband Magdeburg, Dom, der noch 2009 vorliegen soll. Schwerpunkte seiner Forschungen sind Architektur und Bauskulptur des frühen und hohen Mittelalters.
 
 
08.04.2009
 
Einrichtung der Vereinsbücherei im Büro des GVMU in der Steubenallee.
 
Von Herrn Dr. Heinrich wurden die Bücher, die der Verein aus Schenkungen bisher erhalten hat und die bei ihm deponiert waren, ausgehändigt. Dazu schenkte er dem Verein aus dem Programm seines Mauritius-Verlages zusätzlich einige Titel.
Die Titel der Bücher werden katalogisiert und auf unserer Internetseite den Mitgliedern und Interessenten zugänglich gemacht.
 
 
26.03.2009
 
Stammtisch im „Paulaner“
 
Thema: Die Varusschlacht
 
Als Gast eingeladen war Rainer Friebe. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den
mutmaßlich römischen Wurzeln Magdeburgs. Dafür hat er in lateinischen
Schriften zahlreiche Hinweise gefunden. Seine detaillierte Kenntnis
römischer Geschichte, Kultur und Technik erlaubt ihm jedoch auch neue
Deutungen archäologischer Funde.
Leider musste der Vortrag und die Diskussion zu dem aktuellen Thema (2000. Jahrestag) ausfallen, da der Gast ohne Angabe von Gründen nicht erschienen ist.
 
 
 
19.02.2009
 
Erweiterte Vorstandssitzung des Geschichtsvereins zum Thema: 2. Band des Jahrbuchs „Parthenopolis“ und Sitzung des Redaktionskollegiums.
 
Ort: Umwelthaus, Steubenallee 2
 
Teilnehmer:   Dr. Reinhard Bergner, Dr. Michael Thomas, Horst Kötz, Dr. Uwe Förster, Dr. Ballerstedt, Dr. Heinrich
 
Protokoll: (DateiProtokoll 19.02.2009.rtf)
 
 
 
17.02.2009
 
Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"
 
Veranstaltungsort: Universitätsbibliothek Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 30
 
Moderation: Dr. Uwe Förster
 
Referent: Alexander Bastian
 
Unter Beteiligung zahlreicher Magdeburger (ca. 50) fand am 17.2.2009 ein Vortrag der Reihe "Geschichtsforum Magdeburg" statt. Der Referent, Alexander Bastian, Doktorand an der Guericke-Universität, stellte zunächst kurz die Vorgeschichte der Haftanstalt Magdeburg-Neustadt von 1945 bis 1956 vor. Der Hauptteil seines Vortrags war jedoch der Nutzung dieser Einrichtung als Untersuchungshaftanstalt durch das Ministerium für Staatssicherheit ab 1956 gewidmet.
An der anschließenden Diskussion beteiligten sich nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Zeitzeugen. Dadurch wurden die Ausführungen des Referenten um wichtige Details ergänzt.
 
Thema:           "Geschlecht und Haft. Zur Geschichte der MfS-Untersuchungshaftanstalt
Magdeburg-Neustadt 1958-1989"
 
Die Untersuchungshaft des Ministeriums für Staatssicherheit (kurz: MfS) war eines der zentralen Instrumente der DDR, um insbesondere politische und somit gesellschaftliche Gegner des Staates im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens räumlich zu isolieren, zu verhören und zu bearbeiten und schließlich ein Verbrechen zu konstruieren, dass in langjährigen Haftstrafen mündete. Der Vortrag geht einerseits der historischen Vorgeschichte der Haftanstalt Magdeburg-Neustadt von 1945 bis 1956 sowie der Nutzung durch das MfS nach. Andererseits wird der Vollzug der Untersuchungshaft des MfS betrachtet und ein Einblick in die Formen normativer Dienstanweisungen und des praktischen Untersuchungshaftvollzuges gegeben. Eine wichtige Perspektive bildet, neben Fragen nach Macht- und Herrschaftsverhältnissen in der MfS-Untersuchungshaft, insbesondere die Praxis geschlechtsspezifischen Handelns und die Zuschreibung von Rollen in einem männerbündisch geprägten Geheimdienst.
Alexander Bastian ist Doktorand des Instituts für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und promoviert zum Thema: Repression, Haft und Geschlecht. Opferrolle und Täterschaft von politischen Häftlingen und Gefängnispersonal der Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Magdeburg-Neustadt 1956-1989. Seit Sommer 2008 ist er Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit mit dem Schwerpunkt Geschlechterforschung und betreut die Wanderausstellung
"SchattenRisse. Frauenleben zwischen Altmark und Unstruttal." Neben der
Kultur- und Geschlechterforschung beschäftigt er sich mit Medizin- und
Psychiatriegeschichte im Nationalsozialismus und geschichtstheoretischen
Überlegungen u. a. von Michel Foucault."
 
 
09.02.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort: Büro remax, Breiter Weg
 
Teilnehmer: Dr. Reinhard Bergner, Dr. Michael Thomas, Horst Kötz
 
Protokoll:
 
 
12.01.2009
 
Vorstandssitzung des Geschichtsvereins
 
Ort: Büro remax, Breiter Weg
 
Teilnehmer: Dr. Reinhard Bergner, Dr. Michael Thomas, Horst Kötz, Dr. Uwe Förster
 
Protokoll: (DateiProtokoll 12.01.2009.rtf)
 


Chronik 2008

 

11.12.2008

 

Mitgliederhauptversammlung des Geschichtsvereins

 

Zeit:                11.12.2008, 18.00–20.00 Uhr.

Ort:                 Feuerwache, Halberstädter Str. 140, Magdeburg.

Anwesend:             Dr. Reinhard Bergner, Dr. Michael Thomas, Horst Kötz, Günter Hammerschmidt, Dr. Günter Lichtenberg, Franz Strube, Hilmar Wolff, Herbert Rasenberger, Dr. Ulrike Höroldt, Dr. Maren Ballerstedt, Dr. Ursula Föllner, Dr. Saskia Luther, Werner Przyborowski, Nadja Gröschner, Dr. Hans Seehase, Dr. Uwe Förster

 

Gast: Gerhard Unger, Vorsitzender des Kuratoriums Industriekultur in der Region Magdeburg e.V. und Leiter des Technikmuseums Magdeburg

 

Protokoll: (Datei – Protokoll Mitgliederversammlung 11.12.2008.rtf)

 

29.11.2008

 

Präsentation des Geschichtsvereins auf der Landeskonferenz des Landesheimatbundes

 

Ort: Volkspark in Halle, Burgstraße 27

 

Teilnehmer: Dr. Förster, Hr. Hammerschmidt

 

Der Geschichtsverein war durch ein Mitglied des Vorstands, Herrn Dr. Förster, im Rahmen der Präsentation von Vereinen anlässlich der Jahrestagung des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt am 29.11.2008 in Halle vertreten. Obwohl es nur ein kurzes 'Gastspiel' am Vormittag war, bot sich Gelegenheit für zahlreiche Gespräche, u.a. mit Frau Dr. Föllner und Frau Dr. Luther, wobei sich ein mögliches Thema für eines der nächsten Jahrbücher abzeichnete, verbunden mit dem Herausgeber des mittelelbischen Wörterbuches. Thema war auch noch einmal der von Frau Dr. Wotschke eingereichte Beitrag über die Genese des Namens Magdeburg, der letztlich wohl doch kritisch zu betrachten ist, da er der wissenschaftlichen Diskussion des bisherigen Forschungsstandes weitgehend entbehrt.

Im Gespräch mit Frau Dr. Höroldt, Leiterin Landesarchiv Sachsen-Anhalt, war auch Band 1 von "Parthenopolis" das zentrale Thema. Das ihr zustehende Mitgliederexemplar hat sie in Halle erhalten. Sie möchte aber noch ein weiteres zwecks Rezension für die Historische Kommission S.-A. Nicht zu ermitteln war, ob das Belegexemplar für die Bibliothek des Archivs schon abgeliefert wurde.  

Ein weiteres Exemplar des Jahrbuchs hat Prof. Tullner erhalten, dem die Publikation bis dahin unbekannt war.

Mit Herrn Köppe, Landesheimatbund, gab es ebenfalls eine anregende Unterhaltung. Er wird, wie früher zugesagt, das Jahrbuch für den LHB rezensieren.

Der Leiter des Mitteldeutschen Verlages äußerte sich anerkennend in Bezug auf das Jahrbuch (Gestaltung und Inhalt).

Im Fall der erneuten Teilnahme im nächsten Jahr, die lohnend und wünschenswert erscheint, wäre die Mitnahme eines Laptops empfehlenswert, um das Zeitzeugenarchiv besser vorstellen zu können.

 

 

27.11.2008

 

Stammtisch des Geschichtsvereins

 

Ort: "Paulaner", Magdeburg Hegelstr. am Donnerstag, den 27.11.2008 um 18:00 Uhr

 

Teilnehmer:   Dr. Bergner, Dr. Förster, Hammerschmidt, Kötz, Dr. Thomas, Fr. Herkula und als Gast Fr. Sabine Schaller von der FH Magdeburg-Stendal

 

Thema:           Auswertung Band 1 "Parthenopolis" und Diskussion über Veränderungen sowie mögliche neue Inhalte.

Inhalt und Gestaltung des neuen Jahrbuchs unseres fanden allgemeine Zustimmung. Bei dem beigefügten Fotomaterial ist eine verbesserte Qualität anzustreben. Es sollte geprüft werden, ob der Textspiegel der Seiten vergrößert werden kann, um mehr Inhalt unterzubringen.

                        Durch Dr. Thomas, als Mitglied des Redaktionskollegiums, wurden die geplanten Beiträge für den nächsten Band vorgestellt.

                        Von Frau Schaller wurde ein Beitrag zur Rolle von Frauen in Magdeburger Vereinen zur Bekämpfung von Alkoholmissbrauch in Aussicht gestellt.

                        Bereits vor dem Stammtisch hatte der Vorstand seine Vorstandssitzung abgehalten.

  

20.10.2008

 

Vorstandssitzung des Geschichtsvereins

 

Protokoll: (Datei -  Protokoll 20.10.2008.rtf)

 

 

29.09.2008


Buchpräsentation des neuen Jahrbuchs „Parthenopolis“

Am Montag den 29. September 2008 um 19,00 Uhr wurde im Magdeburger Rathaus der erste Band des vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e. V. herausgegebenen Periodikums "Parthenopolis" der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Dr. Reinhard Bergner, würdigten der Kulturbeigeordnete der Stadt Magdeburg Dr. Koch und der Vorsitzende des Landesheimatbundes Dr. Weinert die Bedeutung der neuen Publikationsreihe für die Verbreitung neuer Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt Magdeburg und ihres Umlandes. Der Verleger Dr. Heinrich vom Mauritius-Verlag Magdeburg sprach über die Entstehung und Konzipierung der neuen Reihe zur Magdeburger Stadtgeschichte. Frau Heike Kriewald berichtete aus der Sicht einer Autorin über ihre Arbeit am Beitrag „Das erzwungene Ende der Freimaurerei in Magdeburg ab 1933“.
Anschließend konnte das Jahrbuch käuflich erworben werden. Die Mitglieder des Geschichtsvereins erhielten ein Freiexemplar.
Das neue Periodikum bringt wissenschaftliche Beiträge zur Magdeburger Geschichte, kurze historische Mitteilungen und Quellenpublikationen.

 

Video der Buchvorstellung im Rathaus Magdeburg


Bibliographischen Angaben:

"Parthenopolis"
Jahrbuch für Kultur- und Stadtgeschichte Magdeburgs
Band 1: 2007/2008
Hrsg. vom Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V.
1. Auflage 2008
Mauritius-Verlag Magdeburg
ISBN: 978-3-939884-06-4
Parthenopolis - "Jungfrauenstadt", so lautet ein althergebrachter Name Magdeburgs. Er symbolisiert nicht nur jene große Geschichte der Kaiser- und Reformationsstadt an der Elbe, in der sich historische Fakten, Mythen und Ideen zu einem kulturellen Geflecht ganz eigener Bedeutung verbunden haben. Der Name Parthenopolis bezeichnet auch das Programm dieses Periodikums, das in Jahrefolgen neue Forschungen zur Magdeburger Stadt- und Regionalgeschichte aus ganz unterschiedlichen Wissensgebieten zusammenführt, um neue historische Perspektiven zu eröffnen. 

16.09.2008

 

Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"

 

Veranstaltungsort: Universitätsbibliothek Magdeburg, Universitätsplatz 2, Geb. 30

 

Moderation: Dr. Uwe Förster

 

Referent: Dr. Heiko Borchardt

 

Thema: Was für ein Theater! Bürgerliche Emanzipation und bürgerliches Selbstbewusstsein im Magdeburg des 18. Jahrhundert

 

Magdeburg stand im 18. Jahrhundert mitten in den ästhetisch-moralischen Debatten in Deutschland. Bereits sehr früh zeigte sich, dass Magdeburger Partei ergriffen und lautstark Protest artikulierten gegen obrigkeitliche Reglementierungen von Vergnügungen und Sinnlichkeit. Am Beispiel der Theaterdebatte im Magdeburg des 18. Jahrhunderts zeigt sich erwachendes bürgerliches Selbstbewusstsein, das die kirchliche Deutungshoheit in Fragen der Ästhetik herausforderte und dann sogar ablöste.

Der Vortrag von Dr. Borchardt beleuchtet wesentliche Aspekte der Bürgerkultur im 18. Jahrhundert am Beispiel der Stadt Magdeburg. Er beschäftigt sich mit Magdeburgs Image als kunstfeindlicher Stadt und versucht, einige Erklärungen zu finden für dessen Entstehung. Im Mittelpunkt aber stehen zwei Ereignisse, die zugleich für die öffentlichen Diskussionen in der Stadt Magdeburg im 18. Jahrhundert wesentlich waren und über sie hinaus deuteten.

Um 1700 war es die Anwesenheit einer wandernden Theatergruppe in der Stadt, die zu einer

weit vernehmbaren Auseinandersetzung um das Theater, um die Pflichten eines Bürgers, um

Lebensart und Sinnlichkeit führte. Erstmals bot eine Schauspielerin mit guten Argumenten Paroli. Dennoch konnte sie die Auseinandersetzung nicht gewinnen. Erst siebzig Jahre später zeigte eine erneute heftige Auseinandersetzung um die gleichen Themen die nun gewandelten Vorstellungen und beendete die Diskussion um Sinn und Unsinn von Theater und weltlichen

Vergnügungen. Somit waren nicht nur die Voraussetzungen für eine kontinuierliche

Theatertradition in der Stadt geschaffen worden.

 

Dr. Heiko Borchardt studierte Germanistik, Anglistik, Pädagogik und Psychologie in Magdeburg, Nottingham und Morgantown, West Virginia. Er promovierte an der Otto-von-Guericke-Universität mit einer Arbeit über Literatur, Stadtkultur und Geselligkeit in Magdeburg im 18. Jahrhundert. Seit einer Reihe von Jahren ist er freiberuflich tätig als Geschäftsführer eines Magdeburger Dienstleistungsunternehmens in der Kommunikationsbranche.

 

Teilnehmer: ca. 20

 

11.09.2008

 

Exkursion in der Kirche der Hoffnungs-Gemeinde Magdeburg, Krähenstieg 2.

Führung: Pfarrer Andreas Herbst und Dr. Seehase

Zeit: 17:00 – 18:30 Uhr

Teilnehmer:

Dr. Seehase, Dr. Förster, Dr. Lichtenberg u. Frau, Hr. Strube, Hr. Rasenberger, Hr. Kötz, Hr. ? u. Frau.

 

Der Geschichtsverein für Magdeburg und Umland e.V. hatte für den 11.

September 2008 zu einer Exkursion in den Norden Magdeburgs eingeladen.

Ziel war die Kirche der Evangelischen Hoffnungsgemeinde am Krähenstieg

in der Nähe des Neustädter Sees. Diese Kirche ist architektonisch und

von der Stadttopographie her eine Besonderheit, weil sie auf einem

Eckgrundstück am Rande der Plattenbausiedlung liegt. Vor Ort wurde die

kleine Gruppe von Pfarrer Andreas Herbst begrüßt, der bewegt von seinen

Gemeindeerfahrungen seit 1975 und dem Gemeindeprofil mit der

Ausländerarbeit um das Café Krähe erzählte. Das Kirchengebäude besteht

mit drei Einfamilienhäusern in seiner Nachbarschaft seit fast

fünfundzwanzig Jahren. Nach der Grundsteinlegung 1979 beziehungsweise

1980 wurde das Gemeindezentrum 1984 in Dienst genommen. Mit ihren

ineinander verzahnten Rechtecken, die von eigenwilligen Pyramidendächern

bedeckt sind, ist die Anlage ein Zeichen der christlichen Hoffnung in

der sozialistisch geplanten Wohnsiedlung und trägt daher den Namen

"Hoffnungsgemeinde". Pfarrer Herbst zeigte uns alle Räume, vor allem

aber den Kirchsaal mit der indirekten Beleuchtung und der Orgel von

1998, deren Prospekt die Form eines Ginkgoblattes hat. Das Ensemble, das

der Kirchenbaurat Michael Sußmann entworfen hat, ist Teil eines

so genannten "Sonderbauprogrammes", das nach innerdeutschen

Kirchengesprächen zwischen dem Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR

und der Evangelischen Kirche in Deutschland vom Ministerrat der DDR am

13. Dezember 1972 verkündet wurde. Ursprünglich war es gedacht, um bis

1975 45 Kirchen in der DDR zu sanieren, doch wurde es mehrfach

verlängert. Seit 1978 bestand auch die Möglichkeit, den Neubau von

kirchlichen Gemeindezentren in Neubausiedlungen zu projektieren. Bis

1988 gelang der Wiederaufbau von 107 Kirchen. In dem Neubauprogramm

wurden bis 1988 18 Kirchenzentren fertig gestellt, 8 befanden sich im Bau

und 9 in Vorbereitung. Auch die Römisch-Katholischen Christen

profitierten von diesem Neuansatz, der sich aus dem Gespräch des

Vorsitzenden des Staatsrates der DDR Erich Honecker mit dem Vorstand der

Konferenz der evangelischen Kirchenleitungen vom 6. März 1978 ergab. Zu

nennen sind hier für Magdeburg u.a. die St. Mechthildkirche am Milchweg

oder die St. Josefskirche in der Siedlung Lindenhof. Nach eineinhalb

Stunden der Endeckung, auch der Steine aus den verlorenen

Innenstadtkirchen Magdeburgs im Keller, verabschiedeten wir uns nach

einer gelungenen Veranstaltung dankbar von Pfarrer Herbst. (Dr. Hans Seehase)

 

21.07.2008

 

Vorstandssitzung des Geschichtsvereins

 

Protokoll: (Datei -  Protokoll 21.7.2008.rtf)

 

 

10.05.2008

 

Vorstandssitzung des Geschichtsvereins

 

Protokoll: (Datei - Protokoll 10.5.2008.rtf)

 

 

24.04.2008

 

Stammtisch des Geschichtsvereins

 

Ort: "Paulaner", Magdeburg Hegelstr. am Donnerstag, den 24.04.2008 um 18:00 Uhr

 

Teilnehmer:   Dr. Bergner, Dr. Förster, Schubert, Hammerschmidt, Kötz, Dr. Thomas, Herkula

 

Thema:           Vorstellung eines neuen Projektes mit dem Arbeitstitel "Zeitzeugenschreibwerkstatt" durch Frau Herkula. Damit sollen verschriftete Zeitzeugenberichte online gesammelt und für das ZAM aufbereitet werden. Grundlage ist ihr neues Buch „Verbrannt, vergessen“, das die Biographien und Werke von Schriftstellern unserer Region umfasst, die in der NS-Zeit verfolgt, verboten oder mit Schreibverbot belegt waren.

 

 

15.04.2008

 

Vortrag in der Reihe "Magdeburger Geschichtsforum in der Universitätsbibliothek"

 

Veranstaltungsort: Großer Hörsaal des Lehrgebäudes Brandenburger Straße 9.

 

Moderation: Dr. Uwe Förster

 

Referenten: Rainer Kuhn / Dr. Fabian Gall

 

Thema: Der Magdeburger Domhügel vom 5.-9. Jahrhundert

 

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